Der kleine Bruder von Sven Regener

Das ist es also, mein erstes gelesenes Buch im Jahr 2015: „Der kleine Bruder“ von Sven Regener.
Nach Herrn Lehmann und Neue Vahr Süd ist es unumgänglich!
Herr Lehmann war eine Empfehlung meiner Mutter. Irgendwie so ein Buch, was man mal gelesen haben sollte, weil alle ja soooo viel davon erzählt haben.
Wie man sieht, scheint mich die ganze Reihe um Frank Lehmann irgendwie doch gepackt zu haben, obwohl es mit so einem „Sollte-man-gelesen-haben-Buch“ angefangen hat.
Was mich an dem Buch so fasziniert? Die Dialoge!
Wenn Erwin, der Besitzer vom Einfall, mit Karl, Frank, Chrissie und Klaus über die kaputte Kaffeemaschine diskutiert und die „Nostalgiescheiße“ rausschmeißt, um sich „eine für hundert Mark oder so“ zu kaufen und Karl nur altklug meint: „Wer billig kauft, kauft teuer!“, ist man mittendrin in der skurrilen Kneipe in Westberlin. Es ist alles echt genau so, wie man sich die Typen vorstellt.

„Ich hab mit denen nichts zu tun“, sagte der Mann im Bademantel, den er über einer Jeans und einem gestreiften, offenen Hemd trug. „ Das sind ganz fiese Typen, da kommen ständig fiese Vibes durch die Wand, die schwallen da rüber, die kommen da einfach durch, da wo das bei mir an deren Wohnung angrenzt, ganz schwarze Vibes, durch die Wand bei mir, da kann man eigentlich gar nicht sein, da kommen ständig so schlechte Vibes durch die Wand.“

Während der zukünftige Nachbar von Frank nur weiter über „schwarze Vibes“ palavert, hat Erwin nur eins zu sagen: „Das ist doch alles Scheiße! … Ich will das hier endlich mal was klappt…..“.
Dieses Buch ist alles andere als scheiße, nämlich echt affengeil ;)!

Ein Gedanke zu „Der kleine Bruder von Sven Regener

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.