Die drei Ahhhs des Monats Juli

Kirsten

  • Familienwochenende in Aachen
  • Treffen mit Familie und Freunden. Ob ein entspanntes Frühstück, ein Eis am Nachmittag, Ramenessen oder ein Spaziergang in den Urdenbacher Kämpen: Hauptsache Zeit haben, ausgiebig mit Freunden zu reden und die gemeinsame Zeit zu genießen.
  • Hitzestrategien entwickeln: eiskaltes Fußbad, Lüften um 3Uhr nachts oder kurz die Balkontür öffnen, um sich zu versichern, dass es in der Wohnung doch gar nicht so heiß ist, wie es sich gerade anfühlt.

Judith

  • Pulled Pork bei Sonja im Garten – eigentlich erstmal ein Versuch, aber ich glaube wir können uns bei allen Schweinereien, die es an diesem Tag gab, auf die Schultern klopfen. 
  • Kaffee aus der French Press. Leider sind mein neues Büro und ich nicht kaffeekompatibel, so dass nun eine French Press inklusive Handmühle und Kaffeewage in meinen Rollcontainer gezogen ist. Möglicherweise übertreibe ich es, aber jetzt kommen die Kollegen besonders gerne auf einen Kaffee vorbei! 
  • Sport, Sport, Sport. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: ich bin im Moment in sehr guter Verfassung und genieße meine neue Ausdauer. Zudem habe ich mich für den B2Run angemeldet und deshalb angefangen an meiner Schnelligkeit zu arbeiten. 

Sonja 

  • FERIEN☺️. Da auch die Kita in den ersten drei Wochen der Sommerferien zu war, haben wir viel mit den Kindern gemacht und unternommen, u.a. Kirmesbesuch, Zoobesuch, Ausflug ins Ahrtal inklusive Besuch der Sommerrodelbahn, Eis essen, planschen im Garten, lange wach bleiben, draußen essen…
  • Zeit mit Freunden und als Paar😊. Der Ehemann hatte sich auch in den ersten beiden Wochen Urlaub genommen, sodass wir Zeit als Paar verbringen konnten (auswärts frühstücken, Essen gehen, Kinobesuch…), aber auch genug Zeit hatten, um uns mit Freunden zu treffen (Freundinnen-Frühstück, Pulled Pork- Verspeisung, koreanische Tapas essen gehen in Ehrenfeld, Gartenparty bei Freunden …)
  • Mehr Zeit für Selfmade: neben selbstgebackenem Brot und Kuchen habe ich diesen Monat zweimal Marmelade mit den Brombeeren aus unserem Garten gemacht und auch Mal wieder selber Joghurt hergestellt.☺️
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Nachgekocht: Auberginenröllchen auf Aprikosenhirse

Auberginenröllchen mit Aprikosenhirse

 

Gefunden habe ich dieses Sommerrezept im letzten Jahr in einer Zeitschrift. Beim Ausmisten bin ich wieder darauf gestoßen und musste feststellen, dass es zu lange in meinem Ausprobieren – Ordner geschlummert hat.

Mein Fazit: echt lecker!

Ihr benötigt für 4 Personen:

  • 200g Hirse (alternativ: Amaranth, Couscous etc.)
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL Ras el-Hanout
  • 150g Softaprikosen
  • 70g Mandeln
  • 2 Auberginen
  • 4 EL Olivenöl
  • 250g Feta
  • 300g griechischer Joghurt
  • 2 TL Harissa
  • 7 EL glatte Petersilie
  • 4 TL Tahin
  • 2 EL gehackte Minze

Zubereitung:

  1. Hirse in einem Sieb mit heißem Wasser waschen und mit etwa der gleichen Menge Wasser und 2 TL Ras el-Hanout ca. 20 Minuten köchen lassen (ggf. Wasser nachgießen). Aprikosen würfeln und hinzugeben.
  2. Mandeln grob hacken und in einer Pfanne anrösten.
  3. Backofen auf 220°C Umluft vorheizen, Backblech fetten.
  4. Auberginen waschen und der Länge nach in 8 Scheiben schneiden. Nebeneinander auf das Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen ca. 8 Minuten goldbraun backen und anschließend abkühlen lassen.
  5. Feta, 2 EL Joghurt, Harissa und 5 EL gehackte Petersilie verrühren. 1 TL der Masse auf eine Auberginenscheibe geben und aufrollen.
  6. Den restlichen Joghurt mit Tahin, Salz, der restlichen Petersilie und der Minze verrühren.
  7. Hirse auf die Teller geben und die Auberginenröllchen darauf anrichten. Mit Mandeln und Minzeblättern bestreuen und zusammen mit der Tahinsauce servieren.

Die Auberginenröllchen lassen sich auch gut bei einem kalten Buffet servieren.

 

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Adler und Engel – Juli Zeh

Wie das Buch zu mir kam

Wie so viele Bücher, war das eine wärmste Empfehlung einer lieben Freundin. Danke liebe Madlon für den Tipp!

Sie hat es in unserem Urlaub auf Mallorca gelesen. Kein Buch was man am Stück lesen kann, sehr destruktiv, so ihre erste Bewertung. Eher abschreckend sollte man meinen, doch schien von dem Buch eine gewisse Faszination auszugehen.

„Auf jeden Fall musst du das lesen!“, so Madlons Fazit. Da kann ich nicht widerstehen, wo mir ihre Tipps schon den ein oder anderen Roman (z.B. Nachtzug nach Lissabon) schmackhaft gemacht haben und mich völlig zu recht aus meiner Fantasywelt gelockt haben.

Worum geht’s?

Es beginnt so übersichtlich.

Max, der erfolgreiche Jurist, trifft durch den Tod seiner Freundin Jessie auf die Radiomoderatorin Clara. Sie analysiert in einer nächtlichen Radiosendung das Seelenleben ihrer Hörer und sieht in Max eine perfekte Vorlage für ihre anstehende Diplomarbeit in Psychologie.

Max lässt sich nicht so einfach auf sie ein, aber sie bleibt hartnäckig an ihm dran und schafft es schließlich, ihn dazu zu bewegen gemeinsam von Leipzig nach Wien zu fahren, um seiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

Beide geraten in den Bann des Anderen. Dies ist keineswegs positiv. Clara scheint zusehends die Kontrolle über die Situation zu verlieren. Aber hat sie sie überhaupt jemals gehabt? Max zieht sie rein in seinen Sumpf aus Trauer, Wut und Selbstzerstörung. Zum Schluss weiß man nicht, wer die Oberhand hat.

Es geht um Beziehungen, Völkerrecht, Verzweiflung, Selbstaufgabe, Macht, Verbissenheit und Drogen. Ein Cocktail, der eine explosive und zerstörerische Mischung darstellt.

Wieso ich mehr will

Sprachlich finde ich das Buch so wundervoll!

Voll von Metaphern und Beschreibungen, die das Seelenleben und die ausweglose Situation der Protagonisten so gut widerspiegeln. Beschreibungen der Umwelt und Wahrnehmung von für die Allgemeinheit durchweg positiven Erlebnissen, die einen durch die Augen von Max selbst zu deprimieren scheinen.

Die Geschichte scheint mir manchmal zu abgefahren und fern aller real erdenkbaren Möglichkeiten. Aber nie so fern, als das es nicht vorstellbar wäre.

Was ihr sonst noch wissen müsst

Autor: Juli Zeh
ISBN: 978-3-442-73967-7
Verlag: btb
Originalausgabe erschienen: 2001
Leseprobe

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