Der weibliche Weg – Martine Texier

Wie das Buch zu mir kam

In meinem Mutterschutz habe ich die Zeit genutzt und mich in die Stadtbibliothek in Neuss gesetzt. Ein paar Bücher in der „Elternecke“ aus dem Regal gezogen und ab auf den nächstgelegenen Lesesessel. Dieses Buch hat mich so fasziniert, dass ich es dann ausgeliehen und in den letzten Tagen bis zur Geburt gelesen habe. Die ein oder andere Übung habe ich sogar in mein Yogaprogramm aufgenommen.

Worum geht’s?

Die französische Yogalehrerin Martine Texier hat ihre Philosophie zur Geburtsvorbereitung durch Yoga und die spirituelle Einstimmung auf die Geburt in diesem Buch festgehalten. Neben dem Umgang mit Schmerzen, Ängsten und der Anwendung von Atemübungen und Bewegungsabfolgen unter der Geburt sind auch Übungen vertreten, die man schon vorher über die gesamte Schwangerschaft durchführen kann. 

Die Geburt ist ein natürlicher Vorgang, auf den der weibliche Körper perfekt ausgelegt ist.

Die in Geburtsvorbereitungskursen gepredigte Durchquerung des Beckens kann man sich anhand des ersten Kapitels bewusst machen und die einzelnen Teile visualisieren. Neben dem Becken widmet Texier dem Gebärmutterhals ein eigenes Kapitel.

In weiteren Abschnitten geht sie auf verschiedene Atemtechnicken ein, die Kraft spenden und die Geburt vorantreiben. Ein entscheidender Punkt bei der Geburt ist es nach Texier, sich auf die Pausen zwischen den Wehen zu konzentrieren, um dann gezielt Kraft zu schöpfen.

Das Unendlichzeichen, das Kreisen mit dem Becken in Form einer Acht bis das Kind geboren ist, stellt den letzten Abschnitt dar. Zu Beginn der Geburt ist ungewiss, wie lang es dauern wird, so ist das Bild der Unendlichzeichens auch insofern passend, sollte aber nicht demotivieren, denn zum Glück ist es ja irgendwann geschafft.

Wie es mir geholfen hat

Mir haben die Übungen im Vorhinein einerseits in sportlicher Hinsicht, als Ergänzung meines Schwangeren-Yoga-Programms, und auch im Hinblick auf die Visualisierung des Beckens (Beckenöffnung Iliosakralgelenk, Schambeinfuge) geholfen.

Unter der Geburt habe ich zunächst im Stehen und nachher im Vierfüßlerstand das Becken in Unendlichzeichenform kreisen lassen. Für mich eine Erleichterung, es wurde dadurch erträglicher.

Die Vorstellung sich auf die Pausen zwischen den Wehen zu konzentrieren, fand ich erst komisch. Es ist aber genau so. Die Wehe ist vorbei, man nutzt die Zeit und atmet durch, freut sich über die Erleichterung, anstatt sich beim Gedanken an die nächsten Wehenschmerzen zu verkrampfen.

Die Visualisierungs- bzw. Meditationsübungen sind alleine schwer durchführbar. Perfekt wäre es dies in einem Kurs oder angeleitet von einer in der Schwangerschaft begleitenden Hebamme durchzuführen. Bestenfalls begleitet diese einen auch während der Geburt.

Ein Buch für jede?

Keinesfalls! Selbst für mich, die ich Erfahrung mit Yoga auch von seiner spirituellen Seite inklusive Mantra, Bandhas und Energieströmen habe, war das Buch vorallem was die Visualisierung anging zunächst etwas abgehoben.

Wenn ihr also mit euren Augen rollt, wenn ihr an Ohm-Gesänge denkt und die Endentspannung Shavasana lieber überspringen würdet, ist das Buch vielleicht nichts für euch.

Man muss sich anderseits auch nicht auf alles einlassen und kann sich die Übungen bzw. Abschnitte die einem zusagen vornehmen und den Rest ausblenden.

Schaut einfach mal in die Leseprobe rein. Spätestens im Mutterschutz hat man Zeit sich auch mal auf was Neues einzulassen. Vielleicht zieht ihr für euch etwas nützliches raus.

Was ihr sonst noch wissen müsst

Autor: Martine Texier
ISBN: 978-3-86374-481-6
Verlag: mankau Verlag
Originalausgabe: Accochement, naissance. Un chemin initiatique erschienen 2002
Deutsche Ausgabe erschienen: 2018
Leseprobe

 

Die drei Ahhhs des Monats Januar

Kirsten

  • Natur beim Spazieren gehen genießen. Mein Highlight: ein Eisvogel
Neuss Obererft
  • Mit dem neuen Jahr starte ich beim Yoga wieder durch. Kopfstand klappt noch 🙂
  • Einerseits Familienzeit: Breigematsche mit dem nun schon 5 Monate alten Sohn. Hauptsache es schmeckt! Andererseits Elternzeit: Die feste Schlafenszeit hat sich etabliert. Wir haben wieder eine neue Serie angefangen und genießen unsere abendliche Zeit zu zweit.

Sonja:

Der Januar war bei mir relativ unspektakulär. Kurz vor den Zeugnissen musste ich viel korrigieren, hatte diverse Zeugniskonferenzen und dann waren hier der Reihe nach alle krank. Trotzdem gab es drei kleine Highlights:

  • Zwei Frühstücksdates mit lieben Freundinnen
  • Flüge für den Sommer gebucht (mehr dazu erfahrt ihr zu einem späteren Zeitpunkt)
  • Family-Time: gespielt, gebacken, gelesen, getanzt, gesungen und gelacht.

Judith:

  • Sport wirkt – ich kann die Veränderungen endlich sehen und spüren. Ich fühle mich großartig.
  • Auch bei mir gibt es die mysteriösen Flüge für den Sommer
  • Ein seltsames Highlight, weil kaum greifbar: ich bin inspiriert wie schon lange nicht und zuversichtlich bald mal was Zählbares zu produzieren.