Sebastian Fitzek – Noah

Von Fitzek habe ich schon einige Hörbücher gehört und nun auch endlich meinen ersten Roman von ihm gelesen – „Noah“.

Was euch erwartet

Er weiß nicht, wer er ist oder warum er sich im Berliner Untergrund von einer Schussverletzung erholen muss; einzig das „Noah“, das ihm ungelenk in den Handballen tätowiert wurde, scheint ein Hinweis auf seine Identität zu sein. Gepflegt wird er vom Obdachlosen „Oscar“,  der schon viele Jahre auf der Straße lebt und Noah gerne seine Tricks beibringt.

Eines Tages stößt er in der Zeitung auf ein Gemälde, das mit seiner Vergangenheit in Verbindung zu stehen scheint und eine heftige Reaktion in ihm auslöst. Von da an geht alles ganz schnell und Noah findet sich bald in einem weltumspannenden Albtraum wieder.

Was ich dazu denke…

„Noah“ ist handwerklich fantastisch – durch und durch Unterhaltungsliteratur. Sprachlich hochgradig unauffällig, aber spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der erhobene Zeigefinger ist in meinen Augen wohl dosiert. Natürlich kennt man viele der Fakten bereits, aber sie verfehlen dennoch nicht ihre Wirkung, gerade weil man im Alltag das Elend in der Welt so erfolgreich ausblendet. Ein wenig stört mich, dass eine der sympathischen Figuren an Chemtrails glaubt – das gehört zu den Eigenschaften eines Charakters, die mich sofort raus bringen, weil ich die Figur dann nicht mehr ernst nehmen kann.

Sollt ihr den Roman lesen? Meiner Meinung nach unbedingt. Wenn ihr gut lesbare Unterhaltungsliteratur sucht, dann könnt ihr hier bedenkenlos zugreifen. Fans von Fitzek werden ebenso auf ihre Kosten kommen. Ich überlege jedenfalls schon, welchen seiner Romane ich in diesem Jahr lesen soll.

Was ihr sonst noch wissen müsst…

ISBN: 978-3-404-17167-5
Verlag: BASTEI LÜBBE
Erschienen: 18.12.2014

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