Mauersegler – Christoph Poschenrieder

5 Freunde fassen den Entschluss, ihren Lebensabend in der WG zu verbringen. Carl, Heinrich, Ernst, Siegfried und Wilhelm kennen sich seit ihrer Kindheit und beschließen, dass sie es sind, die ihr Leben und auch ihr Lebensende bestimmen.  Carl schreibt die Geschichte der fünf auf und erzählt vom gemeinsamen Altern, den Beschwerlichkeiten, aber auch den Freuden, dem Todesengelprogramm, das für alle fünf die Lösung sein soll, wenn es nicht mehr geht.

Über den Mauersegler:

„Mir gefällt die Vorstellung, dass sterbende Mauersegler einfach die Flügel falten und zu Boden stürzen. …. Der Mauersegler legt die Flügel an und will nicht mehr fliegen. So soll es auch mit mir zu Ende gehen.“

Es ist mein erstes Buch von Poschenrieder. Ich bin kein Literaturkritiker, insofern kann ich nur sagen, dass ich das Buch sprachlich sehr schön fand. Das Altern als „unfreiwillige Geschlechtsumwandlung … mit neuen (Un-)Möglichkeiten“ gibt eine schöne Beschreibung für das, was man wohl empfinden wird, wenn man merkt, dass der eigene Körper nicht mehr so will, wie man es ihm aufzwingen möchte.

„Als ob das Aussehen bei uns noch eine Rolle gespielt hätte. … (Ich weiß schon noch, was schön ist, meinetwegen „sexy“. Aber es hat keine Bedeutung im Sinne von Begehren mehr. Heute geht das Begehren meist einher mit leisem Bedauern.)“

Dieses Buch liest sich leicht. Mit seinen kurzen Kapiteln macht es einen nachdenklich und entlockt einem das ein oder andere Schmunzeln. Traurig lässt es mich nicht zurück. Es gibt mir ein gutes Gefühl zu wissen, dass sich diese 5 Männer bis zum Ende unterstützt haben.

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