Sonjas Top 3 – abgeschlossene Serien

Während Judith bereits so viele Serien geschaut hat, dass es ihr schwer fällt, eine Top 3 Liste der abgeschlossenen Serien zu erstellen, hapert es bei mir daran, dass ich einfach noch nicht so viele Serien geschaut habe. Ich glaube die einzigen Serien, die ich in meiner Jugend geschaut habe, sind „Willkommen im Leben“ mit Claire Danes und Jared Leto, „Gegen den Wind“, „Sternenfänger“ und „Berlin, Berlin“. Zudem habe ich sämtliche Krimiserien, die im Fernsehen liefen, mit meiner Mutter geschaut, was ich immer noch total gerne mache. Der Vorteil von Krimiserien ist, dass die einzelnen Folgen meist einen Kriminalfall behandeln und in sich abgeschlossen sind, sodass man nicht unbedingt jede Folge sehen muss.

Richtig angefangen Serien zu schauen habe ich erst durch den Ehemann, der ein bekennender Cineast ist. Zu meinem Leidwesen müssen wir Serien und Filme natürlich auch immer im Original schauen, so auch meine Top 3 der bereits geschauten Serien.

1. The Wire

Lange hat der Ehemann mich bedrängt, doch endlich diese Serie mit ihm zu schauen, nachdem er sie bereits alleine geschaut hat. Wie gut, dass er nicht nachgelassen hat, mich zu überreden, sonst hätte ich diese phantastische Serie verpasst. Dass die Serie großartig erzählt ist, hat Judith bereits geschrieben. Ich fand ausnahmslos jede Folge spannend. Das mag an der Tatsache liegen, das der Autor der Serie (David Simon) ein ehemaliger Polizeireporter ist, der hauptsächlich über Verbrechen und Drogenhandel berichtete und in einer einjährigen Auszeit die Arbeit der Baltimorer Mordkommision verfolgte.  Diese Erfahrungen hat er in die Serie einfließen lassen. So geht es in der Serie um Drogenhandel und Korruption in der US-amerikanischen Stadt Baltimore und (wie der Titel schon sagt) um Überwachung. Die Handlung wird u.a. aus der Sicht von Polizisten, Kriminellen, Lehrern, Drogenabhängigen, Journalisten und Politikern erzählt, was die Handlung relativ komplex macht. Mir haben aber gerade die verschiedenen Handlungsstränge und die unterschiedlichen Charaktere total gut gefallen. Probleme hatte ich anfangs mit dem Slang, der von einigen Personen gesprochen wird, aber auch daran gewöhnt man sich nach einiger Zeit.

2. Friends

Auch die Serie „Friends“ hat der Ehemann vor ein paar Jahren alleine geschaut und dann noch einmal mit mir zusammen, wobei bei uns zwischen dem Sehen der 1. und der letzten Folge bestimmt zwei Jahre lagen. Wir haben immer mal wieder eine Folge geschaut und ich muss sagen, Friends passt einfach zu jeder Lebenslage! Man begleitet die sechs Freunde und deren Entwicklung über 10 Jahre hinweg. Zentrales Thema sind die Liebesbeziehungen der Protagonisten, es geht aber auch um Karriere, Freundschaft Hochzeit, Geburt und viele andere (alltägliche) Themen. Ich habe viel gelacht, aber auch mitgelitten und mitgefiebert.

3. Six Feet Under – gestorben wird immer (Originaltitel: Six Feet Under)

Dass der Ehemann mich dazu überredet hat, die Serie noch einmal mit ihm zu schauen, muss ich nicht erwähnen oder? Six Feet under ist eine dramatische Serie, die sich um die Familie Fisher dreht, welche in Los Angeles lebt und ein Bestattungsunternehmen betreibt. Die Serie verfolgt den Lebensweg der Familienmitglieder und deren Freunde. Hierbei sind zentrale Themen neben dem Tod vor allem Beziehungen mit den dazugehörigen Konflikten, Homosexualität, Gender, Alter, psychische Erkrankungen, Drogensucht und Rassenkonflikte. Jede Folge beginnt (wie man es auch von Krimiserien kennt) mit einem Todesfall und man wird mit Momenten des Ablebens konfrontiert, an die man nicht einmal im Traum gedacht hätte. Die Serie lebt aber auch von den großartigen Schauspielern (u.a. Michael C. Hall, den man auch aus der Serie „Dexter“ kennt, die im Übrigen auch wirklich sehenswert ist). In der Serie wird gestorben und daher (natürlich) auch viel geweint und getrauert, aber es wird auch geliebt, gestritten, verlassen und versöhnt. Auch wenn ich noch nicht viele Serien gesehen habe, muss ich sagen, dass das Serienfinale einfach grandios ist und das beste, das ich kenne (das findet auch der Ehemann, der schon sehr viele Serien gesehen hat).

 

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