Alle Beiträge von Judith

Die drei Ahhhs des Monats Juni

Judith:

    • BBG – Es gibt nicht viele Leute, die „Diätbücher“ verschenken würden – Sonja hat’s getan und damit einen Volltreffer gelandet. Der „Bikini Body 28 Tage Ernährungs und Lifestyle Guide“ von Kayla Itsines ist super umsetzbar und verzeiht auch Ausrutscher sehr gut. Ich bin jetzt in der letzten Woche und habe bereits 3,5 Kilo verloren.

Beginnen wir den Tag mit einem leckeren Frühstück! #quinoaflocken #himbeeren #bbg #homeoffice

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  • „Fear the walking dead“ ist zurück gekommen und macht zur Zeit richtig Spaß.
  • Die Peperoni auf dem Balkon wachsen und gedeihen! Bald können wir sie hoffentlich ernten.

Sonja:

  • Kurztrip mit dem Töchterchen nach Bielefeld, um eine Herzensfreundin zu besuchen. Wir hatten super Wetter und einfach eine schöne Zeit😊
  • Mein 1. Besuch eines Escape-Rooms bei einem JGA. Mir hat es super gefallen und ich würde demnächst gerne einen Kriminalfall durchspielen.
  • Endlich ist die Grillsaison gestartet! So wurde das gute Wetter oft genutzt, um die ein oder andere Leckerei zu grillen und zusammen mit köstlichem Salat zu genießen.

Kirsten

  • Städtetrip nach Dresden: entspannte Anreise mit dem Zug (ihr ahnt es schon, da hatte ich 8 Stunden Zeit Bücher zu lesen, über die ich demnächst berichten werde), Bewundern von  Frauenkirche, Zwinger & Co und gutes vegetarisches Essen z.B. im Sprout oder in der Brennessel

    Blick von der Marienbrücke auf das Terassenufer
    Dresden
  • Designated Survior: Danke nochmal für den Tipp liebste Cousine. Die Serie ist echt spannend. Gut das es etwas kühler geworden ist, da benötigt man keine Ausrede für einen Couchserienabend.
  • Gießen – Gießen – Gießen – unser Balkon blüht! Mein persönlicher Favorit dieses Jahr ist Löwenmäulchen. Die Pflanze hat sich im letzten Jahr über alle Töpfe und Balkonkästen verteilt und die Ableger blühen in strahlendem pink, rot und gelb. Die bunte Blumenmischung im anderen Balkonkasten gedeiht und ich bin gespannt was sie hervorbringt
Löwenmäulchen
Löwenmäulchen
Balkonblumen
Bunte Blumenüberraschung

Fünf Gründe, warum ihr Peaky Blinders unbedingt anschauen solltet

Mal wieder ein Beitrag zur „Fünf Gründe“-Serie! Diesmal geht es um „Peaky Blinders“! Die Serie spielt im Birmingham der 1920er Jahre und zeigt die Gangsterfamilie Shelby im Kampf mit Konkurrenz und Polizei.

Was macht diese Serie so besonders für mich?

1. Musik

Ich gebe zu, es wird langsam langweilig, aber Musik in Serien beeinflusst mich sehr stark. Das Besondere bei Peaky Blinders ist, dass die historische Szenerie mit moderner Musik untermalt ist. Nick Cave, The White Stripes, Tom Waits, PJ Harvey, … die Liste ist lang und großartig und passt ganz hervorragend zum Gesehenen – das wird bereits ab der ersten Folge mehr als deutlich.

2. Schauspieler

Auch das ist ein alter Hut in meinen Listen – wenn ich eine Serie mag, dann meist auch wegen der Schauspieler. Ich finde, dass die Serie toll gespielt ist und sehe besonders Cillian Murphy, Helen McCrory und Sam Neill gerne, aber auch der restliche Cast macht einen ordentlichen Job.

3. Optik

Allein die Tatsache, dass die Serie vor knapp 100 Jahren spielen soll, macht es optisch  reizvoll.  Ich kann nicht sagen, ob die Darstellung authentisch ist, aber das spielt für mich auch keine besonders große Rolle, denn mein ästhetisches Empfinden ist nicht an Authentizität gekoppelt. Die Kostüme sind toll, die Farben sind toll – Peaky Blinders ist eine wirklich „sehenswerte“ Serie.

4. Charaktere

Die Shelby-Familie ist groß. Es gibt viele verschiedene Charaktere und eigentlich für jeden jemanden, mit dem man sich identifizieren kann. Jede dieser Figuren hat ein Eigenleben und eine eigene spannende Geschichte zu erzählen. Thomas Shelby (Cillian Murphy) nimmt dabei den größten Teil für sich in Anspruch, ist aber als Kriegsheimkehrer und Familienoberhaupt nicht die einzig interessante Figur.

5. Die Sprache

Ein Punkt, der nur Sinn ergibt, wenn man die Serie im Original hört. Ich las einmal, dass der Regiolekt nicht besonders gut getroffen sei, aber das ist etwas, was ich als Nicht-Muttersprachlerin nicht wahrnehme. Was mir auffällt, ist dass sich die Sprache von meinen Sehgewohnheiten unterscheidet und ich mich stärker konzentrieren muss, um alles zu verstehen – damit tragen Wortschatz und Betonung in meinen Augen sehr viel zur Stimmung der Serie bei.

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Mehr Informationen

Es gibt zur Zeit drei Staffeln der Serie von denen ihr zwei auf Netflix und Amazon finden könnt. Zwei weitere Staffeln wurden bereits von BBC Two bestätigt.

Amélie Nothomb – Reality Show

Cover Amélie Nothomb - Reality ShowUnfassbar! Nun ist der Blog schon fast 1,5 Jahre alt und noch nie habe ich über Amélie Nothomb oder ihre Bücher geschrieben. Das ist deshalb so ungewöhnlich, weil sie zu meinen absoluten Lieblingsautoren zählt und ich eigentlich jeden ihrer Romane innerhalb kürzester Lesezeit verschlinge!

Worum geht es?

In einer Zeit der fragwürdigen Fernsehshows wagt ein Sender das Undenkbare und errichtet ein Big-Brother-Konzentrationslager, in dem zufällig ausgewählte Gefangene von gecasteten Wärtern gequält werden – wer „rausgewählt“ wird, stirbt. In diesem Lager treffen die Gefangene CKZ 114 und Kapo Zdena aufeinander und geraten in einen bizarren Machtkampf.

Viel mehr möchte ich dazu eigentlich nicht sagen, denn der Roman ist – wie alle Werke von Amélie Nothomb – erfrischend knapp geschrieben.

Was ist großartig an dem Roman?

Zunächst einmal die üblichen Verdächtigen: die Sprache und die Dialoge. Mit jedem Buch, dass ich von ihr lese, bedauere ich es mehr, dass ich es nicht im Original lesen kann. Nothombs Sprache ist klar und von radikaler Knappheit. Dadurch lassen sich ihre Texte gut lesen und wirken sehr frisch. Hinzu kommt, dass die Texte sehr dialoglastig und dadurch sehr dynamisch sind. Auch in diesem Roman treffen in einer „seltsamen Situation“ wenige Figuren aufeinander, die oftmals auch überraschende Sichtweisen haben.

Was gefällt mir nicht so gut?

Ich war bis zum Schluss nicht davon überzeugt, dass ausgeschiedene Kandidaten tatsächlich getötet werden. Zwar wird beschrieben, dass die Kapos die Häftlinge misshandeln, aber der „Schrecken“, der eigentlich von einer Fernsehshow dieser Art ausgehen sollte, kam bei mir nicht an, deshalb hatte ich keine richtige Angst um die Häftlinge. Darüber hinaus ist mir die beiläufig hinzugefügte Zuschauer- und Medienkritik zu unspannend. Das hat man inzwischen oft genug gehört und so richtig schuldig kann ich mich auch nicht fühlen, da ich selbst gar keine „Shows“ gucke.

Solltet ihr den Roman lesen?

Meine Kritikpunkte sehen auf den ersten Blick gewichtiger aus, als sie eigentlich sind. Im Grunde ist das Jammern auf hohem Niveau. „Reality Show“ ist nicht der beste Text, um einen Zugang zu Amèlie Nothombs Werk zu finden, aber dennoch hoch unterhaltsam und toll zu lesen. Solltet ihr also bereits etwas von ihr gelesen haben und euch fragen, ob dieser Roman der nächste sein soll: ja! Solltet ihr noch nie etwas von ihr gelesen haben und seid dennoch neugierig geworden, seien euch „Die Metaphysik der Röhren“, „Böses Mädchen“ oder „Der Professor“ wärmstens ans Herz gelegt.

Was sonst noch wichtig ist

Übersetzt von: Brigitte Große
Originaltitel: Acide sulfurique
ISBN: 978-3-257-23943-0
Verlag: Diogenes
Erschienen: 21. Juli 2009