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Baileysmousse

Werbung, da ein spezifischer Sahnelikör verwendet und genannt wird. Kein Auftrag, keine Gegenleistung.

Diese Baileysmousse ist ein unglaublich tolles Dessert – vorausgesetzt man mag Baileys und Schokolade und süße Nachspeisen!

Zutaten:

  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Tassen Schlagsahne (ich nehme 400g – am besten mit erhöhtem Fettgehalt (ab 32%) – kalt
  • 4 EL Kakaopulver (ungesüßt – kann abhängig von den eigenen Vorlieben natürlich mehr sein)
  • 1 Päckchen gemahlene Gelatine
  • 1/2 Tasse kochendes Wasser
  • 1 Tasse Baileys

Ergibt 6-8 Portionen (die Gläser auf den Bildern sind kleiner, davon konnte ich ca. 15 Gläser füllen)

Zubereitung:

Die Gelatine mit 4 EL kaltem Wasser verrühren und warten, bis sie krisselig wird. Dann die halbe Tasse kochendes Wasser hinzugeben und so lange rühren, bis sie sich komplett aufgelöst hat und abkühlen lassen (lauwarm). Derweil könnt ihr die Schalen für die Mousse in den Gefrierschrank stellen, so festigt sich die Mousse hinterher schneller.

Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark herauskratzen und beiseite stellen. In einer Rührschüssel (Achtung: hier wird Sahne geschlagen, also passende Schüssel wählen) Zucker und Kakaopulver vermengen – Sahne hinzugeben und bei mittlerer Geschwindigkeit aufschlagen, bis ihr eine „stabile“ Konsistenz erreicht.

Für den nächsten Schritt ist es wirklich wichtig, dass die Gelatinelösung nur noch lauwarm ist, denn ein zu großer Temperaturunterschied zwischen Speise und Lösung endet mit unschönen Gelatinebrocken in der Mousse.

Nun nach und nach den Baileys, das Vanillemark und die Gelatinelösung hinzugeben und auf höhster Stufe schlagen, bis alles gut vermischt ist und die Creme nicht mehr flüssig ist.

Abschließend die Mousse in die Schälchen füllen und für eine Stunde ab in den Kühlschrank. Natürlich kann man die Creme schon vorher genießen, aber erst im Kühlschrank bekommt sie die tolle Konsistenz einer Mousse.

Guten Appetit.

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Don Winslow – Tage der Toten

Im Juli durfte die Lektüre mal wieder etwas blutiger sein – wie erging es mir mit Tage der Toten?

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Don Winslow – Tage der Toten ISBN: 978-3-518-46340-6

Was euch erwartet

Die Geschichte setzt in der ersten Hälfte der 1970er Jahre ein und endet fast 30 Jahre später.

Art Keller ist der Protagonist des Romans. In den frühen 70er Jahren kommt er von der CIA zur frisch gegründeten DEA und kann – u.a. mit Hilfe eines angehenden Drogenbarons – einige Erfolge feiern. Als einer seiner Kollegen brutal gefoltert und getötet wird, wird der War on Drugs für ihn ein ganz persönlicher Kampf, der fortan sein gesamtes Leben bestimmt.

Sean Callan ist ein irischer Jugendlicher in New York, doch dann gerät er durch einen blöden Zufall an die Mafia und immer tiefer ins kriminelle Milieu, bis er ebenfalls am Drogenhandel beteiligt ist.

Nora Hayden lässt sich als Teenie von Männern aushalten, bis sie die Betreiberin eines Edel-Bordells trifft. Diese erklärt ihr, dass es für ein Mädchen wie sie noch viel mehr zu holen gibt und sie sich mit Parties, Alkohol und Drogen nicht zufrieden geben sollte. Sie bildet Nora zur Luxus-Prostituierten aus, die ebenfalls mit den mexikanischen Kartellen in Berührung kommt.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Figuren, die fast alle wunderbar ausgearbeitet sind und auf unterschiedlichste Art ins Drogenmilieu geraten und dort ihren Weg gehen.

Was gefällt mir an Tage der Toten?

Am besten gefallen mir die Charaktere! Der Vorteil an langen Texten ist, dass der Autor viel Zeit für seine Charaktere hat. Die Figuren in Tage der Toten sind fast ausnahmslos vielschichtig – sie haben ihre guten und schlechten Seiten unabhängig davon, auf welcher Seite des Gesetzes sie stehen. Wir sehen sie oft in kleinen Alltagsszenen, die sie als Figuren rund erscheinen lassen.
Auch die Sprache – wie sollte es bei mir anders sein – gefällt mir sehr gut. Tage der Toten ist flüssig zu lesen, da die Sprache angenehm reduziert ist; lange Schachtelsätze würden zur Geschichte gar nicht passen. Großartig sind die Szenen, in denen beschrieben wird, wie Sean Callan in alles hineingezogen wird: hier driftet die Sprache beinahe ins Kommödiantische. Callan stolpert von Szene zu Szene, bis es kein Zurück mehr gibt – er wird zufällig zum Mafiakiller. Ebenfalls bemerkenswert ist die Einstreuung spanischer „Fach“-Begriffe des Drogenhandels. Hier bewegt sich der Leser ebenfalls an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Erst habe ich befürchtet, dass mich das nerven würde (wie z.b. übertriebenes Denglisch), aber im Grunde hat es sich für mich als sehr stimmungsvoll erwiesen.

Solltet ihr Tage der Toten lesen?

Unbedingt! Wenn ihr Gangstergeschichten mögt und kein Problem mit detaillierter Gewaltdarstellung habt. Tage der Toten ist kein romantisierendes Gangsterepos, sondern das, was ich mir unter „realistischer“ Darstellung des Drogenhandels vorstelle – das ist ganz oft hässlich, brutal und schmutzig und schreckt auch nicht davor zurück, Unschuldige zu ermorden.
Ich habe Tage der Toten verschlungen und direkt im Anschluss mit „Das Kartell“ angefangen. Das sollte doch für dieses Buch sprechen.

Was ihr sonst noch wissen müsst

Aus dem Englischen von Chris Hirte
Originaltitel: The power of the dog
Originalverlag: Alfred A. Knopf, 2005
ISBN: 978-3-518-46340-6
Verlag: Suhrkamp
Erschienen: 16.04.2012

Haruki Murakami – 1Q84

Ich muss zugeben, dass ich schon lange nicht mehr so mit einem Buch gekämpft habe. Warum? Das weiß ich gar nicht so genau. Es ist ein gutes Buch, aber eben nicht meins.

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Haruki Murakami – 1Q84 ISBN 978-3-8321-9587-8

Was euch erwartet

Ein kleiner Kreis an Figuren! Allen voran Aomame und Tengo. Sie ist eine Fitnesstrainerin und Masseurin, die nebenbei im Auftrag einer ihrer Kundinnen „böse Männer“ tötet, er unterrichtet Mathematik an einer Nachhilfeschule, während er an seinem Durchbruch als Schriftsteller arbeitet.

Der Leser verfolgt Aomame dabei, wie sie Männer tötet, ohne Spuren zu hinterlassen und sich nachts ihre Liebhaber nach dem Haaransatz aussucht. Tengo wird von dem befreundeten Redakteur Komatsu dazu überredet das Erstlingswerk der geheimnisvollen Fukaeri zu überarbeiten, damit diese einen Literaturpreis gewinnt – die „Puppe aus Luft“ ist nämlich faszinierend, aber sprachlich mangelhaft.
Im Laufe des Romanes geraten beide Protagonisten aufgrund ihrer Handlungen in die alternative Welt des Jahres 1Q84. Der Leser erfährt, dass sich beide mit 10 Jahren begegnet sind und seitdem nur darauf warten, einander wieder zu begegnen.

Was das Buch gut macht

Murakami ist vor allem sprachlich sehr stark. Murakamis reduzierter Stil kommt auch in der Übersetzung gut rüber. Die Stimmung, die er mit seiner Sprache erzeugt, ist für mich immer wieder ein Genuss. Dadurch sind seine Texte gut und flüssig lesbar – ohne dass man das Gefühl bekommt es sei ein „simpler“ Text.
Herausragend ist zudem der Beginn des Textes: eine junge Frau, die von einem mysteriösen Taxifahrer den Tipp bekommt, dem Stau auf der Stadtautobahn zu Fuß zu entgehen – die Szene ist vollkommen surreal und damit umso faszinierender.

Warum ich trotzdem Schwierigkeiten mit dem Text hatte

Ich vermute, dass es schlicht die Masse an Worten war. In 1Q84 passiert nicht viel – das aber auf über tausend Seiten. Es gab immer wieder Passagen, die in mir nicht das Interesse weckten, weiterzulesen. Da es sich schlicht und ergreifend nicht um Spannungsliteratur handelt, ist das vermutlich nichts, was man dem Buch, sondern eher meiner Lektüreauswahl ankreiden sollte.
Irgendwann werde ich das Buch dennoch erneut lesen; dann aber mit begleitender „Sekundärliteratur“.

Wer sollte dieses Buch lesen?

  • Fans von Murakami
  • Menschen, die mal keine Spannungsliteratur lesen möchten
  • „Sekteninteressierte“
  • Liebesgeschichtsfans

Was müsst ihr sonst noch wissen?

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Originaltitel: 1Q84
Originalverlag: Shinchosha (Tokyo) 2009
ISBN 978-3-8321-9587-8
Verlag: DuMont
Erschienen: 01.10.2010

Alles weitere findet ihr auf der Buchseite bei DuMont