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Die Seiten der Welt von Kai Meyer

Seit dem 7. Oktober letzten Jahres stand es entstaubt bei mir im Bücherregal.
Auf der Lesung in der Kölner Buchhandlung Ludwig hatten Sonja und ich uns den 1. Band der Trilogie signieren lassen.

Die Seiten der WeltDer Abend hat uns große Lust gemacht auf die neue Reihe vom vielseitigen Phantastikautor und doch stand es noch etwas im Regal, bevor ich es mir damit in meinem Lesesessel bequem gemacht habe. Wie das so ist mit den Bücherstapeln, die man gerne Lesen würde…

Ich habe das Buch buchstäblich verschlungen und erwarte den Nachfolgeteil und die bestimmt geplante Lesung mit Spannung. Es ist faszinierend, wie man immer wieder neue Figuren erschaffen kann und Ideen hat, die mir in meinem Fantasyleserdasein bis jetzt noch nicht unter gekommen sind. „Die Seiten der Welt ist ein Buch,  in dem Bücher die Hauptrolle spielen und ein Eigenleben entwickeln – was Gutes aber auch Böses bewirken kann. Furia, die sich gegen Schimmelrochen behauptet, ihr erstes Seitenherz spaltet und weiß, wie es möglich ist, selbst durch das Schreiben eines Buches Dinge zu verändern, begleite ich nur zu gern im nächsten Band!

Die Wolkenvolk-Trilogie Seide und Schwert – Lanze und Licht – Drache und Diamant

*Seufz*. Jetzt ist es leider ausgelesen….
Ich muss sagen, dass ich mich anfangs schwer getan habe in den ersten Band rein zu finden. Die Geschichte baut sich im ersten Band auf, wobei man das große Ganze erst im zweiten Band fassen kann.
Es gibt viele Handlungsstränge und unterschiedliche Personen.
Niccolo, der sich von seinem Volk, das auf einer Wolke lebt, löst, um den Aether – den Drachenatem – einzufangen, damit sein Volk gerettet wird und nicht abstürzt; Nugua, die Tochter Yaozis des Drachenkönigs, die von ihrem Drachenclan zurück gelassen wird und sich in der Welt der Menschen (in die sie eigentlich gehört) zurechtfinden muss; der durchaus nervige Feiqing, der verflucht in einem Drachenköstüm festhängt und sich seit dem nicht mehr erinnern kann, wer er war; Wisperwind eine Schwertkämpferin; Mondkind eine Kämpferin halb Xian halb Mensch; die Xian-Krieger Tieguai, Li und Guo-Lao; die fliegenden Händler; Riesen; der Aether und die abscheulichen Monster, wobei mir am besten die Juru (Wesen mit Knochenstacheln als Arme und Beine und einem als Schneckenhaus geformten Kopf, den sie im Kampf ausfahren können) gefallen haben.

“ Tränen spülten Jurublut von Niccolos Wangen.
Was darunter zum Vorschein kam, fühlte sich endlich wieder an wie er selbst.“

„Sie schwiegen wieder und sahen der Wolke beim Sterben zu.“

Die Geisterseher – Kai Meyer

Mein fünftes Buch vom Phantastikautor Kai Meyer in diesem Jahr.
Diesmal eines der älteren.
Zuerst dachte ich, dass ich mich an die „altbackene“ Sprache im Buch nicht gewöhnen würde, doch dies ging recht schnell.
Die Sprache macht es einem beim Lesen noch einfacher ins Deutschland des Jahres 1805 einzutauchen. Die Gebrüder Grimm, die ich bisher nur für ihre Märchen als Kind bewundert hatte (mittlerweile hab ich selbst eine schöne gebundene und bebilderte Ausgabe), werden in eine Verschwörung hineingezogen, die sie nach Warschau führt. Sie werden verfolgt und gejagt wegen eines Buches.

„Das Kerzenlicht verlieh allem einen geisterhaften Schimmer, mein Herz hämmerte in ekstatischer Beklommenheit. Jeden Augenblick rechnete ich damit, daß der Lichtschein den leblosen Körper der Geliebten aus der Finsternis meißeln würde.“

Die letzten Seiten habe ich verschlungen.