Nachdem wir uns Venice Beach und Santa Monica angesehen hatten, ging es weiter die Küste rauf Richtung Santa Barbara. Obwohl wir auf diesem Stück eine ganze Weile im Stau standen, war es eine wunderbare Strecke. Zwischen der Straße und dem Pazifik gibt es auf mehreren Kilometern genau eine Häuserreihe – wie herrlich muss es sein, abends auf der Terrasse zu sitzen und auf den Pazifik zu blicken? Wie gruselig muss es sein, bei Erdbeben zwischen Pazifik und Steilhang zu wohnen? Auf dieser Strecke entdeckt der geneigte GTA-Spieler übrigens auch die ein oder andere Kulisse aus dem Spiel wieder.
Wenn man dem Pacific Coast Highway nach Norden folgt, kommt man unweigerlich nach Malibu. Hier wollten wir es uns nicht entgehen lassen, den „Baywatch Strand“ zu besuchen – also: schnell den Schildern zum Zuma Beach gefolgt. Malibu ist wirklich sehr hübsch – zugegeben, hier scheiden sich sicher die Geister, denn alles sieht nach Geld aus und es wirkt, gerade wenn man vorher am Muscle Beach war, wie eine seltsam heile Parallelwelt.
Zuma Beach ist ein sehr idyllisch gelegener Strand, direkt an einer steilen Küste. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, war der Strand nicht besonders voll, hier könnte man also gut einen Nachmittag einplanen.
Abends kamen wir in Santa Barbara an und haben tatsächlich nicht mehr viel gemacht – ihr seht, es gab auch wenig spektakuläre Reisetage auf unserem Roadtrip.
Endlich L.A. oder so ähnlich. Nach dem Frühstück in Palm Springs machten wir uns direkt auf den Weg nach Los Angeles. Man hört sehr oft, dass die Leute mit Los Angeles nicht warm werden, enttäuscht sind oder es ganz von der Reiseroute streichen würden.
Vieles davon kann ich nach unserem Besuch dort nachvollziehen, aber L.A. hat auch seine schönen Seiten. Wir sind nicht erst zum Hotel gefahren (das lag in Anaheim), sondern haben uns direkt auf den Weg zum Griffith Observatorium gemacht. Für Los Angeles hatten wir uns im Vorfeld nicht so viele „Must Sees“ rausgesucht, aber die Sternwarte war eines davon. Wie bei vielen der Sehenswürdigkeiten gilt auch hier: wer früh da ist, kriegt nen guten Parkplatz. Von der Anhöhe auf der das Observatorium steht, habt ihr einen guten Blick sowohl auf das Hollywood-Sign auf der einen, als auch auf LA auf der anderen Seite.
Das Griffith Observatory selbst ist mehr als sehenswert. Die Ausstellung im Inneren ist sehr interessant und auch für Kinder schön gemacht – es gibt viel zu sehen und auszuprobieren und das ganz ohne Eintrittskosten.
Von der Sternwarte aus sind wir noch durch die Stadt gefahren – Beverly Hills und Sunset Strip, Mulholland Drive. Was man eben so kennt und sehen möchte.
Der zweite Tag in L.A.
Für den zweiten Tag hatten wir uns vorgenommen, den Sunset Strip etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Im nachhinein muss ich sagen: total unspektakulär! Auf dem Bildschirm wirkt das immer irgendwie größer, glamouröser und sauberer. Stattdessen ist es klein, voll, dreckig und ich war in permanenter Sorge um meinen Rucksack.
Das ändert natürlich nichts daran, dass es Spaß macht, Sterne von Künstlern zu finden, die man gut findet. 🙂 An diesem Tag versuchten wir auch, dem Hollywood-Sign noch ein Stückchen näher zu kommen. Zwar kommt man nicht wirklich ran, aber die Fahrt durch die Hollywood Hills alleine ist schon lohnenswert. Hier findet man sehr urige kleine Häuschen, aber auch richtige Prachtbauten – traumhaft schön.
Venice Beach
Für den nächsten Tag war die Weiterreise nach Santa Barbara geplant und wir wollten vorher noch die beiden letzten Punkte auf unserer Liste abarbeiten: Venice Beach und Santa Monica Pier. Venice Beach hat uns tatsächlich umgehauen – viel Straßenkunst, kleine Bars und Boutiquen und natürlich das richtige Strandfeeling rund um den Muscle Beach.
Kanäle in Venice BeachNoch mehr Straßenkunst…… und noch mehr…Strandpromenade
Santa Monica Pier
Von Venice ging es weiter Richtung Norden: nächster Stop Santa Monica Pier. Funfact: hier entdeckten wir in einer kleinen Seitenstraße den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund.
Der Santa Monica Pier gehört ebenfalls zu den Orten, die durch Film und Fernsehn eine internationale Berühmtheit erlangt haben. Am Kopf des Piers findet sich der berühmte Jahrmarkt. Wir haben keine Fahrgeschäfte genutzt, aber sind zumindest über den Pier geschlendert.
Jahrmarkt auf dem Santa Monica PierBlick Richtung Flughafen
Vom Pier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Strand und kann Flugzeuge beobachten, die vom Pazifik kommend in Los Angeles landen.
Grand Canyon. In unseren ersten Planungsgesprächen war der Grand Canyon nicht auf unserer Zielliste gelandet. Wir wollten eigentlich von Las Vegas aus wieder Richtung Küste fahren. Da wir aber eine fertige Veranstalterrundreise gebucht haben und der Grand Canyon in dieser Tour enthalten war, sind wir doch hingefahren.
Grand Canyon – Mai 2018
Im Nachhinein finde ich es sogar ziemlich gut, dass wir dieses Naturwunder besucht haben. Warum? Weil ich noch nie etwas von so großer und beeindruckender Schönheit gesehen habe, wie diese endlosen Schluchten und Felswände.
Der Grand Canyon gehört zu den Ausflugszielen, die man auch als Europäer schon zig mal auf Bildern oder in Filmen gesehen hat. Nichts kommt der Weite nahe, die man empfindet, wenn man wirklich am Rand der Schlucht steht.
Unser Hotel für diese Etappe war die Red Feather Lodge. Sie liegt in Tuscayan und damit noch außerhalb des Nationalparks. Von Las Vegas aus ist es ein ganzes Stück zu fahren, besonders wenn man einen Zwischenstopp am Hoover Staudamm macht. Wir sind erst spätabends am Hotel angekommen. Auch in diesem Fall ist es ein Kompromiss zwischen bezahlbarer Unterkunft und Nähe zum Grand Canyon.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf zum South Rim. Kleiner Tipp: fahrt zeitig los, denn hier wird es schnell voll. Es gibt zwar eine ganze Menge Parkplätze, aber auch eine ganze Menge Leute, die zum Grand Canyon fahren. Wir waren am Mather Point und haben in der Nähe vom Bright Angel Trail Head auf den gleichnamigen Trail herab geschaut.
Für mich ist klar: hier werde ich irgendwann einmal wandern gehen. Die Landschaft ist bereits von oben so beeindruckend schön, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie es sein mag, durch die gigantische Schlucht zu laufen.
Wenn man nicht im Canyon wandern geht, hat man tatsächlich noch genug Zeit, um ein bisschen weiter zu fahren. Uns führte unser Weg noch zum „Desert View Watchtower“. Hier gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, von dem aus wir einen guten Blick auf den Colorado River hatten.
Unser Abendessen wurde diesmal wieder in einer Fastfood-Bude eingenommen – wir waren im Wendys. Das war okay, aber insgesamt eher unspektakulär. Solltet ihr in Tusayan übernachten, sind die kulinarischen Möglichkeiten eher begrenzt – wir haben die ansässigen Restaurants online geprüft und uns dann dafür entschieden die eher günstige Kettenvariante zu wählen. Ihr habt es sicher schon mitbekommen, aber Esskultur genoss auf dieser Reise nicht unbedingt die höchste Priorität.
Highlight auf dem Rückweg: ein paar Maultierhirsche direkt an der Straße.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.