Alle Beiträge von Judith

Die drei Ahhhs des Monats Juni

Judith

  • Im Juni gab’s gleich mehrfach die Gelegenheit, mit dem Rad unterwegs zu sein. Jetzt muss ich wohl ernsthaft nach gepolsterter Radwäsche schauen…
Mit dem Rad am Rhein
  • Endlich auch für mich die erste Impfung. <3 (Das ich Mal schreibe…)
  • Sonst noch: Abschiede, Wiedersehen – ein bewegender Monat.

Kirsten

In diesem Monat hing alles mit unserem Schwedenurlaub zusammen.

  • Über Nacht mit der Fähre von Kiel nach Göteborg. Es war herrlich entspannt. Bei einem Kaltgetränk und Sonnenschein aus Kiel auslaufen und am nächsten Tag in Schweden aufwachen. Ich kann mir keinen besseren Urlaubsstart vorstellen.
  • Natur! Wow was für Weiten, einsame Seen und dichte felsige Wälder.
Spraktjärn
  • Zeit mit meiner lieben Schulfreundin verbringen. Wie selbstverständlich hat unser Zusammenleben geklappt und wie schön soviel Zeit am Stück zusammen zuverbringen.

Sonja

  • Nachgeholtes Holland-Wochenende zum 30. Geburtstag meiner Schwester mit der ganzen Familie – so schön!
  • Die Abschiedsfeier der Vorschulkinder in der Kita. In ein paar Wochen geht das Rabüffelchen schon in die Schule und ein neuer Abschnitt beginnt.
  • Zum 1. Mal wieder auswärts essen! Wir haben das schöne Wetter genossen und haben lecker mit den Kindern in der Sonne gegessen.

Die drei Ahhhs des Monats Mai

Kirsten

  • Natur erleben: Galmeiveilchenwanderung bei Stolberg, Spazieren im Reuschenberger Busch bei Wind und Wetter oder Radfahren.
  • Urlaub bei meinen Eltern im Sauerland. Der eigentliche Urlaub am Kaiserstuhl musste dieses Jahr leider ausfallen. Wir haben das beste draus gemacht.
  • Neue Wohnung gefunden. Die nächsten Wochen sind geprägt von Organisieren und planen.

Judith

  • Japan-Themen-Wochenende: Lebensmittelkauf in Düsseldorf, Japanisches Essen (selbst gekocht), Sake und „The castle in the Sky“
  • Rechnen! pq-Formel und Polynomdivision sitzen wieder. Das mögen kleine Schritte sein, aber es entspannt mich sehr.
  • „Die Kunst Champagner zu trinken“ – Mal wieder ein Hochgenuss von Amelie Nothomb, der noch dazu große Lust auf Champagner macht.

Sonja

  • Der 30. Geburtstag meiner Schwester. Ganz anders als geplant und nur mit der Familie, aber trotzdem hatte sie einen schönen Tag.
  • Wer mir bei Instagram folgt, hat es schon gesehen: am Geburtstag meiner Schwester ist auch ein kleiner schwarzer Welpe bei meinen Eltern eingezogen und wir sind alle schwer verliebt.
  • Die Erdbeer- und Rhabarberzeit genossen. Ich liebe Erdbeeren und Rhabarber und auch die Kombination, so dass ich schon zweimal eine Erdbeer-Rhabarber-Tarte gebacken habe.

Jussi Adler-Olsen: Erwartung

Der erste Roman, den ich 2021 gelesen habe ist der fünfte Band der Krimireihe rund um das Sonderdezernat Q: Erwartung. An Serien mag ich, dass ich so viel Zeit mit liebgewonnenen Charakteren habe – das trifft sowohl auf TV-Unterhaltung, als auch Unterhaltungsliteratur zu. Dementsprechend habe ich mich sehr gefreut, wieder nach Kopenhagen zurückkehren zu dürfen.

Worum geht es?

Um Entwicklungsprojekte im Kongo, um Korruption, Betrug und Marco. Marco träumt von einem besseren Leben: einem Schulabschluss, einem richtigen Beruf und einer kleiner Familie. Seine Realität besteht hingegen aus Bettelei, Taschendiebstahl und Gewalt innerhalb seines Clans.

Eines Tages muss Marco vor seiner „Familie“ fliehen und landet dabei zufällig neben einer im Wald verscharrten Leiche.

Was hat mir gut gefallen?

Natürlich zunächst das, was mich überhaupt immer wieder zu den Adler-Olsen-Büchern greifen lässt: ich mag die Charaktere in ihrer Schrulligkeit und die kleinen Schritte, in denen das Team die alten Fälle oft erst herausarbeiten muss. Dazu kommt in diesem Band, dass mir die ganze Geschichte rund um Marco sehr gut gefallen hat. Durch seine Flucht gab es durch die ganze Geschichte hindurch immer Momente der Spannung.

Was hat mir nicht so gut gefallen?

„Nicht so gut gefallen“ ist in diesem Fall unpräzise ausgedrückt. Mich hat der Roman hervorragend unterhalten und das von der ersten bis zur letzten Seite. Lediglich die Konzeption der Figur „Marco“ hinterlässt bei mir ein leichtes Unbehagen.

Marco ist eine durch und durch sympathische Figur. Er ist clever, ambitioniert, voller guter Absichten aber eben in unglückliche Verhältnisse geboren aus denen er sich befreien muss. Ich kann sogar sagen, dass das die erste Teenager-Figur seit langem ist, die ich nicht nervig fand; das alleine ist schon eine Sensation für mich. Was mir jedoch bei näherer Betrachtung fehlt, sind negative Eigenschaften. Klar, er ist ein Taschendieb, ein Bettler und man hat sofort Assoziationen im Kopf, die einen in Gedanken, die Handtasche näher an den Körper pressen lassen, aber diese „negativen Aspekte“ seines Charakters sind einzig auf die Verhältnisse zurückzuführen, in denen er aufgewachsen ist – er wird dazu gezwungen, so zu handeln. Abgesehen davon verkörpert er eine Idealvorstellung und wirkt nicht so organisch, wie die anderen Figuren. Das ist schade, schmälert aber insgesamt nicht den Lesegenuss.

Was ihr sonst noch wissen müsst

Autor: Jussi Adler-Olsen
Aus dem Dänischen von Hannes Thiess
Originaltitel: Marco effekten
ISBN: 978-3-423-21620-3
Verlag: dtv Allgemeine Belletristik
Erschienen: 22.1.2016