Alle Beiträge von Judith

Jahresrückblick 2017

2017 war mit einem Wort?

Sonja: erfolgreich
Kirsten: ereignisreich
Judith: anstrengend

Schöne Erlebnisse?

Sonja: Viele Kurztrips und Urlaube: mit der Family an die Nordsee, Mama-Schwesterntrip nach Stockholm, Schwesternwochenende in London, Schwester-Tochter-Trip nach Amsterdam, Kurztrips mit der ganzen Familie nach Lohr und an den Möhnesee, Urlaub am Gardasee, Städtetrip mit Mann und Tochter nach Nürnberg. Außerdem: Babynews, neuer Job des Mannes, 1. Ostereiersuche, diverse Ausflüge und der 2. Geburtstag des Töchterchens, Haus-und Autokauf, Rolling Stones Konzert
Kirsten: Städtrips nach Prag, Dresden und Edinburgh; Weiterbildung abgeschlossen – Schluss mit Lernen nach der Arbeit 😉 ; Natur erwandern in Cornwall und am Vierwaldstättersee; auf Hochzeiten feiern und unsere eigene vorbereiten; Brautkleidkauf – ich freu mich so drauf es endlich zu tragen; Backen und Basteln im Dezember
Judith: Gab es so ein paar, aber tatsächlich ragt nichts hervor.

Getränke des Jahres?

Sonja: Kaffee aus unserer neuen Siebträgermaschine, alkoholfreier Sekt
Kirsten: Ingwertee
Judith: Kaffee

Essen des Jahres?

Sonja: Oh, da kann ich mich gar nicht festlegen. Es war aufgrund der vielen Orte, die ich bereist habe jedenfalls sehr verschieden und sehr kuchenlastig 🙂
Kirsten: Ramen
Judith: Ein unfassbar scharfer Hackfleisch-Salat aus Novemberausgabe von Lecker

Bücher des Jahres?

Sonja: „Die Marquise von O…“ für die Schule, Pixibücher mit Jim Knopf und Lukas mit der Tochter und „Calpurnias faszinierende Forschungen“ für mich.
Kirsten: Untenrum frei von Margarete Stokowski, Der Schattenesser von Kai Meyer, Krimis von Ian Rankin
Judith: American Gods – Neil Gaiman

Filme des Jahres?

Sonja: Blade Runner 2049, Logan, Baby Driver
Kirsten: Jürgen – heute wird gelebt
Judith: Ich war nicht einmal im Kino in diesem Jahr und kann daher keine aktuellen Filme nennen, aber von denen, die ich dieses Jahr zum ersten Mal gesehen habe, habe ich auf letterboxd diese am Besten bewertet: State of Play, Layer Cake und Prisoners.

TV-Serien des Jahres?

Sonja: Star Trek Discovery, Stranger Things 2, Dark
Kirsten: Stranger Things 2, Big Little Lies, Miss Fischers
Judith: Black Mirror, Mindhunter

Song des Jahres?

Sonja: Magna Carta Cartel – Sway, Kite – True Colours
Kirsten: Bitch von Von wegen Lisbeth, Sturmfahrt von Eisbrecher, Demons & Shame von Kite
Judith: Where’s the revolution – Depeche Mode (Last.fm)

Album des Jahres?

Sonja: Baby Driver Soundtrack
Kirsten: ZSA von Diorama
Judith: Everything is burning – IAMX (Last.fm)

Games des Jahres?

Sonja: Angelspiel mit dem Tochterkind 🙂
Kirsten: Exit, Codenames, Wizard
Judith: Noch immer Two Dots – obwohl der neue Rechner nun andere Möglichkeiten bietet.

Vorherrschendes Gefühl für 2018

Sonja: Vorfreude
Kirsten: Vorfreude und Aufregung
Judith: Chance

Simon Beckett – Leichenblässe

Im November habe ich auch das dritte David-Hunter-Buch von Simon Beckett beendet. Wie es mir gefallen hat und ob ich weitere Bücher der Reihe lesen werde, erfahrt ihr heute hier.

Buchcover: Leichenblässe von Simon Beckett

Worum geht es in Leichenblässe?

Nach dem großen Knall am Ende von Kalte Asche treffen wir David Hunter in diesem Band in den USA wieder. Er arbeitet für ein paar Wochen auf der Bodyfarm in Knoxville. Die Bodyfarm ist eine forensische Forschungseinrichtung, in der hauptsächlich die Verwesung menschlicher Körper studiert wird – hier hat David Hunter sein Handwerk erlernt.

Sein ehemaliger Lehrer und Freund Tom Liebermann arbeitet noch in der Einrichtung und bittet David, ihn zu einem Tatort zu begleiten. Der Verwesungszustand der Leiche passt nicht zum Todeszeitpunkt und es wird schnell klar, dass dies kein Zufall ist. Die Ermittlung entwickelt sich zu einer Schnitzeljagd mit einem besonders arroganten Mörder.

Was gefällt mir an Leichenblässe?

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Simon Beckett liefert solide Unterhaltung! Auch „Leichenblässe“ hat wieder ein spezielles forensisches Thema, das den Fall und die Handlung drumherum bestimmt. Auf der Bodyfarm werden Verwesungsstadien untersucht und der Mörder spielt mit diesen Stadien, um die Ermittler von Opfer zu Opfer zu führen.  Rückblickend – auch auf die beiden vorangegangenen Bücher – scheint Simon Beckett eine gewisse Schwäche für Parallelen innerhalb seiner Erzählungen zu haben.

Was gefällt mir nicht so gut?

David Hunter ist durch das Ende von Kalte Asche stark beeinflusst – was zuvor der Verlust seiner Familie war ist nun der Angriff auf ihn und die Trennung von seiner Freundin. Diese Ereignisse isolieren ihn und werden auch immer wieder als solche thematisiert. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich das so oft lesen muss, um es zu begreifen.

Zum Ende des Buches gab es leider ein paar Szenen, bei denen ich jedes Verständnis für das Verhalten der Charaktere verloren habe – da merkte man schon, dass das gewünschte Finale bestimmte Ereignisse benötigte.

Solltet ihr das Buch lesen?

Wer bereits Teil 1 und 2 gelesen hat, wird auch mit diesem Roman gut unterhalten, nur die große Innovation solltet ihr – ähnlich wie bei „Kalte Asche“ – nicht erwarten. Den Hype, der damals um die Bücher entstanden ist, kann ich nicht mehr recht nachvollziehen; das mag aber vielleicht auch an mir und meinem Medienkonsum liegen. Möglicherweise wirken die Romane anders auf Menschen, die nicht ständig Krimis verschiedener Spielart lesen/sehen/hören.

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Übersetzt von: Andree Hesse
Originaltitel:  Whispers of the dead
ISBN: 978-3-499-25788-9
Verlag: rororo
Erschienen:  01.12.2011

Simon Beckett – Kalte Asche

Nach „Die Chemie des Todes“ hat nicht nur Simon Beckett weiter geschrieben, sondern ich habe auch weiter gelesen und schreibe heute etwas zu „Kalte Asche“, dem zweiten Titel der David Hunter-Reihe.

Buchcover: Kalte Asche

Worum geht es in Kalte Asche?

David Hunter hat sich vom Landarztleben verabschiedet und arbeitet wieder als Forensiker. Als solcher wird er auf die abgeschiedene Insel Runa geschickt, um eine seltsam verbrannte Leiche zu untersuchen. Bald ist klar, es handelt sich um Mord, doch die Polizei kann keine Verstärkung schicken, da ein Sturm den Kontakt der Insel zur Außenwelt abgeschnitten hat.

Was hat mir gut gefallen?

Im zweiten Roman der Reihe sind Schauplatz und Figurenensemble noch stärker eingeschränkt, als in „Die Chemie des Todes„, da die Insel nicht viele Bewohner hat und ein Austausch mit dem Festland über weite Strecken des Romans ausgeschlossen ist – etwas was mir eigentlich immer gut gefällt.

Die Story ist nicht besonders innovativ, auch wenn einem manche Entwicklungen nicht von vorneherein klar sind; der Fokus auf das Feuer und seine Effekte auf den menschlichen Körper, bringt hier das Frische in den Roman. Ich habe mich bisher nicht mit Brandopfern befasst, dementsprechend ist es für mich ein ganz neues  Thema.

Was hat mir nicht so gut gefallen?

Die Charaktere in Kalte Asche sind für meine Begriffe etwas zu stereotyp: die schweigsame, aber starke alleinerziehende Frau hinter dem Tresen, die brummigen Seefahrer-Bären, das schillernde reiche Ehepaar, die freche Reporterin und der zurückgezogen lebende, vom Schicksal getroffene Ex-Polizist – man erwartet die Charaktere genau in dieser Art und Weise. Lediglich die Tatsache, dass der Dorf-Sanitäter ein absoluter Unsympath ist, kommt überraschend – er ist dies nämlich durch und durch und bekommt keine „geniale“ Seite, die ihn für den Leser ertragbar macht.

Solltet ihr Kalte Asche lesen?

Wenn euch „Die Chemie des Todes“ gefallen hat, könnt ihr beherzt zu „Kalte Asche“ greifen. Der Roman ist unterhaltsam und flüssig zu lesen – auf große Überraschungen solltet ihr allerdings in diesem Fall nicht hoffen.

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Übersetzt von: Andree Hesse
Originaltitel:  Written in bone
ISBN: 978-3-499-24195-6
Verlag:  rororo
Erschienen: 01.08.2008