Alle Beiträge von Judith

Podcast-Empfehlung – Die Schreibdilettanten

Heute gibt es eine Podcast-Empfehlung von mir!

Als Pendlerin höre ich viele Podcasts – besonders an den Tagen, an denen es mir einfach zu laut zum Lesen ist. Ein Podcast, bei dem ich seit Jahren stets auf „aktuellem Stand“ bin, sind Die Schreibdilettanten. Ich gebe zu, ich muss noch immer nachsehen, welcher Konsonant hier wie oft vorkommt, aber das lerne ich auch schon noch…

Worum geht’s?

Die Schreibdilettanten ist ein Podcast der Berliner Autoren Marcus Johanus und Axel Hollmann. Der Name lässt es bereits vermuten: einmal wöchentlich geht es hier ums Schreiben – genauer gesagt, ums Schreiben spannender Unterhaltungsliteratur. Jede Folge umfasst ca. 20 Minuten und lässt sich somit hervorragend an einem Stück hören.  Es gibt viele Folgen, die sich ganz den handwerklichen Aspekten der Schriftstellerei widmen; darin geht es um Sprache, Spannungsaufbau und die Plotstruktur. Hinzu kommen Folgen, die sich mehr mit dem Business beschäftigen und Tipps zur Verlags-/Agentensuche oder auch persönliche Erfahrungen der beiden Podcaster beinhalten.

Was sonst noch wichtig ist…

Es ist nicht wichtig, die Folgen der Reihe nach zu hören – sie sind in sich abgeschlossen. Solltet ihr dennoch bei Folge eins beginnen, so lasst euch nicht abschrecken: Axel und Marcus brauchten ein wenig Zeit, um sich ins Podcasten hinein zu finden, inhaltlich sind die frühen Folgen aber dennoch hörenswert.

Diejenigen von euch, die den amerikanischen Schreibpodcast „Writing Excuses“ kennen, werden strukturell und thematisch einige Parallelen finden. Es wird auch zu keiner Zeit ein Geheimnis aus der Nähe zu „diesem anderen Schreibpodcast“ gemacht; ich verfolge beide, ohne dass mich dieser Umstand stört.

Wer sollte die Schreibdilettanten hören?

Da das Themengebiet relativ eng ist, würde ich den Podcast all jenen empfehlen, die Romane schreiben oder sich fürs Erzählen interessieren. Alle anderen müssen auf weitere Podcast-Empfehlungen warten.

Wo könnt ihr die Schreibdilettanten finden?

Natürlich auf der Website, aber auch auf Youtube, bei iTunes und auch im ein oder anderen Podcastverzeichnis.

Judiths Top 3 – abgeschlossene Serien

„Eine Top 3 Liste zu erstellen, ist kein Problem“, dachte ich, als wir uns überlegten diese Art Post zu machen. Jetzt, im Moment des Schreibens, stelle ich fest, dass mir das gar nicht so leicht fällt. Es mag daran liegen, dass ich viel mehr Serien als Filme gucke und so auf eine beachtliche Anzahl toller Serien zurückblicken kann.

Mein „erster Entwurf“ enthielt tatsächlich über zehn Serien, die für mich alle auf den ersten Blick in Frage gekommen wären – viel zu viel für den bewusst eng gesetzten Rahmen. Ich habe all die Serien gestrichen, deren Ende gewaltsam herbei geschrieben wurde oder „schlecht“ war und dann lange meine Seherlebnisse miteinander verglichen. Ich verzichte ganz bewusst auf Inhaltsangaben, sondern versuche das zu benennen, was die Serien für mich so toll gemacht hat.

Übrig geblieben sind:

1. Breaking Bad

Bei Breaking Bad war mir schon früh klar, dass das einer meiner All-Time-Favorites sein wird. Die Geschichte, die Charaktere, die Erzählstruktur und vor allem die Tatsache, dass ich eine Serie gefeiert habe, deren Hauptfigur ich zwischenzeitlich hasste, sind für mich Gründe Breaking Bad zu lieben.

2. The Wire

Auch „The Wire“ ist großartig erzählt. Die ganzen kleinen Details und Verknüpfungen zwischen Folgen und Staffeln sind einfach toll. Die Serie wirkt für mich rund – David Simon hat ein Gesamtkunstwerk erschaffen mit gut ausgearbeiteten Charakteren und stimmigen Storylines. The Wire gehört bei mir zu den Serien, die ich erst nach Ausstrahlungsende entdeckt und dann in Rekordzeit durchgeschaut habe. Hier steht auch bald ein Rewatch an, denn ich habe mir sagen lassen, dass die Serie mit jeder Runde besser wird, da man immer mehr Details entdeckt und einordnen kann.

3.Mad Men

Auch Mad Men habe ich erst entdeckt, als es schon fast vorbei war. Obwohl die Serie so gefeiert wurde und ich als „Marketingtussi“ thematisch eh angesprochen wurde, habe ich mich lange nicht damit befasst und auch mehr als einen Anlauf gebraucht, um mit der Serie warm zu werden. Danach war ich aber restlos begeistert von Ausstattung, Epik und vor allem den Charakteren. Peggy Olson ist eine der tollsten Frauenfiguren in der Serienlandschaft – ihre Entwicklung ist toll ausgearbeitet und geschrieben und gipfelt in der perfekten Szene! Unbedingt anschauen!

Viele großartige Serien sind nun unter den Tisch gefallen, aber ich glaube mit dieser Auswahl kann ich zum jetzigen Zeitpunkt gut leben. Eine Gefahr für diese Liste hätte True Detective werden können, wenn die zweite Staffel nur ansatzweise so großartig geworden wäre wie die erste, aber das ist ein ganz anderes Thema…

 

 

Winterschlaf – vorbei!

Tulpen, Nahaufnahme - FrühlingEigentlich wollten wir nie einen dieser „Tut uns leid, dass sich so lange nichts auf dem Blog getan hat“-Texte schreiben, doch dann ist es trotzdem irgendwie passiert. Es hat sich nichts getan!

„Irgendwie“ ist der falsche Ausdruck, denn eigentlich ist ganz klar, was passiert ist: wir haben den Anfängerfehler gemacht und waren nicht gut genug auf eine Phase vorbereitet, in der wir einfach weniger Zeit zum Schreiben hatten, als uns lieb ist.

Verzeiht uns also den kleinen „Winterschlaf“ – ab sofort wird alles wieder besser!