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5 Gründe, warum ihr Black Mirror unbedingt anschauen solltet

Bei Black Mirror gehöre ich absolut zu den Late Adoptern. Ich bin erst in diesem Jahr zum Fan geworden und muss aber jetzt schon sagen: eine der besten Serien, die ich bisher gesehen habe! Das klingt sehr dramatisch, aber es ist die absolute Wahrheit. Solltet ihr nach meiner Lobhudelei in den folgenden Absätzen reinschauen wollen: bitte unbedingt die erste Episode bis ganz zum Ende gucken und erst nach der allerletzten Szene ein Urteil fällen!

Genug der Vorrede – hier meine fünf Gründe…

5 Gründe Black Mirror zu gucken

1. Dystopie at it’s best

Black Mirror zeichnet Folge für Folge ein düsteres Bild von der Zukunft der Menschen. Das Gezeigte ist unserer Gegenwart dabei stets sehr nah – es werden aktuelle Trends aufgegriffen und weitergedacht (in einer Episode bestimmt z.B. die Zahl der eigenen Likes, wie man von anderen Menschen behandelt wird) – oft lassen nur kleinste Details erkennen, dass die Welt von Black Mirror technisch viel höher entwickelt ist.

2. Themenauswahl

Wie schon erwähnt, greift Black Mirror aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf und zeigt, wohin diese führen könnten. Viele der Episoden hinterlassen damit ein besonders flaues Gefühl im Magen und beschäftigen den Zuschauer auch nach dem Abspann noch.

3. Schauspieler

Auch die schauspielerische Leistung ist durchweg überzeugend. Neben vielen unbekannten Darstellern trifft der geneigte Serienfan auch auf das ein oder andere bekannte Gesicht – hier habe ich tatsächlich das erste Mal Jon Hamm außerhalb von Mad Men gesehen!

4. Anthologie

Erfolgreiche Serien werden leider oft ausgeschlachtet und deshalb unnötig in die Länge gezogen. Bei Black Mirror steht jede Episode für sich und erzählt eine eigene abgeschlossene Geschichte. Die Episoden werden lose durch den Stand der Technik und ein immer wiederkehrendes Lied zusammengehalten.

5. Handwerk!

Black Mirror ist gut gemacht: toll geschrieben und schön gefilmt. Wer sich für das Erzählen von Geschichten interessiert, sollte hier unbedingt einmal rein schauen.

Kennt ihr Black Mirror?

Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr von Black Mirror schon einmal etwas gehört oder schaut ihr es selbst? Was gefällt euch und was gefällt euch nicht? Gerade weil ich so begeistert von der Serie bin, bin ich gespannt, was andere dazu sagen.

Falls ihr ein bisschen was von meiner Begeisterung spüren könnt und euch die Serie Mal ansehen wollt: Black Mirror Staffel 1-3 findet ihr aktuell auf Netflix!

Weitere Beiträge aus der „5 Gründe“-Serie findet ihr hier:

Peaky Blinders
The Affair
Z-Nation

Fünf Gründe, warum ihr Peaky Blinders unbedingt anschauen solltet

Mal wieder ein Beitrag zur „Fünf Gründe“-Serie! Diesmal geht es um „Peaky Blinders“! Die Serie spielt im Birmingham der 1920er Jahre und zeigt die Gangsterfamilie Shelby im Kampf mit Konkurrenz und Polizei.

Was macht diese Serie so besonders für mich?

1. Musik

Ich gebe zu, es wird langsam langweilig, aber Musik in Serien beeinflusst mich sehr stark. Das Besondere bei Peaky Blinders ist, dass die historische Szenerie mit moderner Musik untermalt ist. Nick Cave, The White Stripes, Tom Waits, PJ Harvey, … die Liste ist lang und großartig und passt ganz hervorragend zum Gesehenen – das wird bereits ab der ersten Folge mehr als deutlich.

2. Schauspieler

Auch das ist ein alter Hut in meinen Listen – wenn ich eine Serie mag, dann meist auch wegen der Schauspieler. Ich finde, dass die Serie toll gespielt ist und sehe besonders Cillian Murphy, Helen McCrory und Sam Neill gerne, aber auch der restliche Cast macht einen ordentlichen Job.

3. Optik

Allein die Tatsache, dass die Serie vor knapp 100 Jahren spielen soll, macht es optisch  reizvoll.  Ich kann nicht sagen, ob die Darstellung authentisch ist, aber das spielt für mich auch keine besonders große Rolle, denn mein ästhetisches Empfinden ist nicht an Authentizität gekoppelt. Die Kostüme sind toll, die Farben sind toll – Peaky Blinders ist eine wirklich „sehenswerte“ Serie.

4. Charaktere

Die Shelby-Familie ist groß. Es gibt viele verschiedene Charaktere und eigentlich für jeden jemanden, mit dem man sich identifizieren kann. Jede dieser Figuren hat ein Eigenleben und eine eigene spannende Geschichte zu erzählen. Thomas Shelby (Cillian Murphy) nimmt dabei den größten Teil für sich in Anspruch, ist aber als Kriegsheimkehrer und Familienoberhaupt nicht die einzig interessante Figur.

5. Die Sprache

Ein Punkt, der nur Sinn ergibt, wenn man die Serie im Original hört. Ich las einmal, dass der Regiolekt nicht besonders gut getroffen sei, aber das ist etwas, was ich als Nicht-Muttersprachlerin nicht wahrnehme. Was mir auffällt, ist dass sich die Sprache von meinen Sehgewohnheiten unterscheidet und ich mich stärker konzentrieren muss, um alles zu verstehen – damit tragen Wortschatz und Betonung in meinen Augen sehr viel zur Stimmung der Serie bei.

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Mehr Informationen

Es gibt zur Zeit drei Staffeln der Serie von denen ihr zwei auf Netflix und Amazon finden könnt. Zwei weitere Staffeln wurden bereits von BBC Two bestätigt.

American Gods – Pilotenreview zur Starz Serie

Ich habe es bereits in meiner Buchrezension zu American Gods angekündigt, nun ist sie da, die Pilotepisode der Starz-Serie bei Amazon Prime.  Ich habe mir die Folge soeben angesehen und möchte euch direkt an meinen Eindrücken teilhaben lassen.

Wie hat mir die Pilotfolge von American Gods gefallen?

Das Fazit zuerst? Es war sicher eine der meist erwarteten Neuerscheinungen der aktuellen Seriensaison, trotzdem vermute ich, dass viele Leute mitlesen, die sie noch nicht gesehen haben. In Rücksicht auf diejenigen, die ganz ohne Wissen über den Inhalt an die Folge herangehen wollen, werde ich also zunächst allgemein über die Folge sprechen und erst später auf inhaltliche Aspekte eingehen.

Was hat mir gut gefallen?

Eigentlich eine ganze Menge: die Figuren, die wir in dieser Folge zu sehen bekommen, sind gut getroffen, die Musik ist großartig ausgewählt und die Dialoge haben tolle Momente (allen voran das Gespräch zwischen Wednesday und Shadow im Flugzeug) und auch optisch macht die Folge einiges her. Ein paar der Spezialeffekte sind eher fragwürdig, aber das gibt sich ja vielleicht in den nächsten Episoden.

Was hat mir nicht so gut gefallen?

Es gibt eine Szene, die so wirkt, als habe man auf Teufel komm raus eine Sexszene in die Episode schreiben wollen. Ich weiß, dass es bedeutsam ist und später noch eine Rolle spielen wird und dennoch wirkt die Szene für mich unpassend eingefügt. Ich vermute, dass das auch für Leute, die den Roman nicht gelesen haben, seltsam wirkt – ähnlich verhält es sich mit dem Büffel. Ist jemand unter euch, der die Folge gesehen, aber den Roman nicht gelesen hat? Mich interessiert sehr, wie die Folge wirkt, wenn man die Zusammenhänge noch nicht kennt.

Solltet ihr American Gods gucken?

Wenn ihr für Fantasy offen seid und Blut / Gewalt für euch kein K.O.-Kriterium sind: ja. Es ist ein spannendes Thema mit viel Potenzial. Die Figuren sind toll und auch ein Blick auf die Liste der Schauspieler lohnt sich.

Trailer

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Mehr Informationen

Ab hier folgt dann die ausführliche Besprechung der Episode. Zwar kann niemand sagen, wie nah die Serie am Buch bleiben wird, aber ich habe mich mit Spoilern bezüglich des Fortgangs der Handlung zurückgehalten. Lediglich der Inhalt der vorliegenden Episode wird detailliert wiedergegeben.

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