Archiv der Kategorie: Aus dem Alltag

Hercule Poirots Weihnachten

Jedes Jahr lese ich in der Vorweihnachtszeit ein Buch, in dem es um Weihnachten geht oder welches in der kalten Jahreszeit spielt. Letztes Jahr hat mir mein Mann in weiser Vorahnung zum Geburtstag im November das Buch „Hercule Poirots Weihnachten“ von Agatha Christie geschenkt und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

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Worum geht es?

Der alte und betuchte Simeon Lee, der durch Diamantengeschäfte in Südafrika zu Reichtum gelangt ist, ist ein richtiger Familien-Tyrann. Er macht seiner Familie durch Boshaftigkeiten und Sticheleien das Leben schwer. Daher sind alle sehr überrascht darüber, dass er die gesamte Verwandtschaft an Weihnachten zu sich nach Gorston Hall in der englischen Grafschaft Middleshire eingeladen hat. Aber auch zum Fest der Liebe hat der alte Herr nur Beleidigungen für seine Familie parat. Zudem hat er sich etwas ganz „besonderes“ ausgedacht. So bittet er an Heiligabend seine Familie zu sich ins Zimmer, um mitzuteilen, dass er sein Testament geändert hat. Als alle versammelt sind, zerreißt ein grauenvoller Schrei den Abend. Simeon Lee wird kurze Zeit später mit durchgeschnittener Kehle gefunden. Seinen Tod bedauert zunächst einmal keiner. Daher wird bei den Ermittlungen schnell klar, dass jeder der Anwesenden ein Mordmotiv hat. Eine schöne Bescherung also für Hercule Proirot, der zufällig in der Gegend ist und von seinem alten Freund, Polizeichef Colonel Johnson, der den Fall an Inspektor Sugden übergeben hat, zum Fall hinzugezogen wird. Mit Charme und Intellekt löst Poirot den Fall.

Wer sollte das Buch lesen?

Alle Agatha Christie-Fans, denn man findet genau das, was ihre Romane so unverwechselbar macht: Eine  betuchte Gesellschaft, in der alle ein Mordmotiv haben, aber auch alle ein Alibi.

Adventsauszeit

Der zweite Advent naht mit großen Schritten. Advents Kranz und Adventskalender sind gebastelt und die ersten Einkaufszettel für Plätzchenrezepte sind geschrieben. Aber wo bleibt die besinnliche Stimmung im Advent?

Mit dem 1. Dezember geht für die meisten der „Stress“ los: Was schenkt man den Eltern, Großeltern, Geschwistern und dem Partner? Bereits letztes Jahr hat man sich etwa aus den Fingernägel gesaugt. Dieses Jahr soll alles stressfreier werden. Man hat sich vorgenommen: Im nächsten Jahr nicht mehr auf den letzten Drücker, sondern alles ganz entspannt.

Was heißt eigentlich Advent?
In der Adventszeit, die dieses Jahr zum frühstmöglichen Zeitpunkt begonnen hat, Gedenken die Christen der Geburt Jesu Christi, der Menschwerdung Gottes.
Es geht in der Adventszeit nicht darum, hektisch durch die Gegend zu laufen, von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, nebenbei noch schnell ein paar Geschenke im Netz zu bestellen, sondern man wartet, besinnt sich auf Weihnachten.

Ob Christ oder Nicht-Christ, irgendwie lässt sich die besinnliche Zeit nicht so einfach einstellen. Die Alltagshektik scheint sich in der Vorweihnachtszeit nur ungern verjagen zu lassen, vielmehr macht sie es sich auf dem Sofa gemütlich, während man selbst im Glühweindunst auf Geschenkejagdt in den vollen Innenstädten geht.

Adventsauszeit verschenken
Wir haben für euch eine schnelle Bastelidee, die ihr lieben Menschen schenken könnt, denen ihr etwas Advent schenken wollt.

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Ihr braucht:
festen Tonkarton
1 Teelicht
1 kleines Schokotäfelchen
1 Geschichte
1 Teebeutel
Schere, Kleber,  Cutter, Klebeband, Lineal und Geodreieck
zum Verzieren: Washitape, …

Für den Deckel zeichnet ihr ein Quadrat mit 11cm adventsauszeit2Außenkante auf den Karton, wobei je 2cm nachher abgeteilt und umgeklappt werden.
Die gestrichelten Linien sind die Teile, die ihr umklappen müsst, während die duchgezogenen Linien geschnitten werden müssen. Um das Umklappen zu erleichtern, fahrt ihr am besten leicht mit dem Cutter über die Linien. Die Cutterschnitte befinden sich nachher innen, sodass man es nicht sieht.

adventsauszeit1 Für die Schachtel benötigt ihr Quadrate mit einer Außenkante von 7cm. Wie auch beim Deckel lässt sich die Schachtel leichter klappen, wenn ihr die gestrichelten Kanten leicht mit dem Cutter einritzt.

Die Maße lassen sich natürlich beliebig vergrößern oder verkleinern.
Für einen Teebeutel und ein Stück Rittersport passen die 7 bzw. 11cm genau.
In der Mitte könnt ihr dann mit Klebeband das Teelicht und außen herum die anderen Auszeit-Komponenten befestigen.

 

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Viel Spaß beim Basteln und Verschenken!

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Der etwas andere Adventskalender

Ganz ohne Schokolade kommt der Adventskalender von Jostein Gaarder  „Das Weihnachtsgeheimnis“ aus.dasweihnachtsgeheimnis

Der kleine Junge Joachim, der in Norwegen mit seinem Vater einen Adventskalender sucht, wird in einem alten Buchladen von einem ganz besonderen Kalender in den Bann gezogen.
Es ist ein Kalender, in dem sich jeden Tag ein Bild und ein Zettel befindet. Er erzählt die Geschichte von dem kleinen Mädchen Elisabeth, die einem Lamm folgt und vom Weihnachtsgetümmel davon läuft, um es zu streicheln. Sie merkt dabei zunächst nicht, dass sie sich nur räumlich, sondern auch zeitlich bewegt, in der Zeit zurück bis nach Bethlehem. Zu Elisabeth und ihrer kleinen mähenden Gesellschaft gesellen sich von Tag zu Tag neue Mitreisende hinzu. Gemeinsam reisen sie sich von Skandinavien bis zur Krippe. Joachim und seine Eltern erwarten gemeinsam gespannt das 24. Türchen und hoffen, dass sich das Geheimnis um den Kalender und darum, wer ihn gemacht hat, lösen wird.

Das Buch ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Auch wenn ich es schon oft gelesen habe, verliert es nichts von seinem Zauber. Das Warten auf den 24. wird einem viel bewusster, als wenn man nur eine Schokolade nascht.

Das Buch ist im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen und wurde kürzlich mit Bildern von Hildegard Müller neu illustriert.

EUR 10,95 € [DE], EUR 11,30 € [A]
Reihe Hanser
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
288 Seiten, ab 6, ISBN 978-3-423-62615-6
2. Auflage 2016