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Easy-peasy Rhabarber-Erdbeer-Streuselkuchen

„Schon wieder Streuselkuchen im Hause B.? Kann die auch noch anderen Kuchen?“ – Ja, aber der Ehemann liebt nun einmal Streusel auf dem Kuchen. Außerdem passen Streusel zum säuerlichen Rhabarber einfach hervorragend. Also kauft schnell den letzten Rhabarber (bevor die viel zu kurze Saison schon wieder vorbei ist) und backt diesen köstlichen Kuchen nach!

Zutaten für eine Springform von 26 cm:

  • 400g Mehl
  • 180-200g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 170g weiche Butter
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • 500g Rhabarber
  • 200g Erdbeeren
  • 2-3 EL Haferflocken

Zubereitung:

  1. Die Springform fetten und den Ofen vorheizen (170 Grad Umluft).
  2. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter, Backpulver und das Ei in einer Schüssel so lange mit den Händen verkneten, bis schöne Streusel entstanden sind.
  3. Den Teig halbieren, die eine Hälfte in die Springform geben und flach andrücken und die andere Hälfte bis zum Weiterverarbeiten in den Kühlschrank stellen. Der Boden kommt dann für 15-20 Min. in den Ofen.
  4. Während der Boden im Ofen ist, den Rhabarber und die Erdbeeren putzen und in kleine Stücke schneiden.
  5. Wenn der Boden fertig ist, den Rhabarber und die Erdbeeren auf dem Boden verteilen, die restlichen Streusel aus dem Kühlschrank holen, mit den Haferflocken vermischen und auf dem Kuchen verteilen.
  6. Anschließend wandert der Kuchen erneut für 25-30 Minuten in den Backofen. Den fertigen Kuchen herausholen und genießen!

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Struwen

Meine Eltern kommen gebürtig aus dem Münsterland und dort wird an Karfreitag zum Mittagessen Struwen (auch Ölgekläppkes oder Püfferchen) gegessen. Früher ging es an diesem Fastentag vor allem darum, kein Fleisch zu essen und ein einfaches, günstiges Essen zu sich zu nehmen. Im Münsterland gibt es an Karfreitag den Struwen aber nicht nur am heimischen Mittagstisch, sondern auch in Gaststätten und Restaurants.

Obwohl meine Eltern bereits zum Studium nach Köln zogen und ich somit gebürtige Kölnerin bin, wird diese münsterländische Tradition bei uns zu Hause seit meiner Kindheit gepflegt. Struwen sind Hefepfannkuchen mit Rosinen, die in Öl ausgebacken werden – unglaublich lecker! Ursprünglich wurde dieses Fastenessen, mit Milchsuppe oder Biersuppe gegessen. Jeder hat im Münsterland aber sein eigenes Familienrezept, das über viele Generationen weitergereicht wird, so essen manche die Struwen mit Zucker und Zimt, Preiselbeeren, Johannisbeergelee, süßem Quark, Apfelmus oder westfälischem Kartoffelsalat. Bei uns werden sie einfach nur in Zucker gewälzt und ich freue mich das ganze Jahr auf sie. Hier nun das „geheime“ Rezept meiner Oma:

  • 1 Würfel Hefe
  • 500g Mehl
  • ½ TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier
  • ¼ l Milch
  • Rosinen (ca.125 g)

Zuerst die Hefe mit dem Zucker und dem Salz in eine kleine Tupperdose oder ein anderes Gefäß geben und stehen lassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Dann werden in einer Schüssel Mehl, Milch, Eier und die flüssige Hefe verknetet. Wenn der Teig zu feucht ist, kann man noch mehr Mehl hinzufügen. Meine Oma hat den Teig immer mit den Händen geknetet, aber man kann das selbstverständlich auch mit den Knethaken des Handrührgeräts machen. Am Schluss die Rosinen unterkneten und den Teig in eine Tupperschüssel mit Deckel oder in eine andere Schüssel geben, über die man ein Handtuch legt. Die Schüssel wird dann an einen warmen Ort gestellt, um den Teig gehen zu lassen. Nach einer Stunde den Teig noch einmal kräftig durchkneten und erneut gehen lassen.

Aus dem Teig werden dann kleine flache Kuchen geformt, die in der Pfanne in Öl langsam gebraten werden. Hierbei muss man unbedingt aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiß ist, denn sonst werden die Struwen außen schwarz und sind innen noch roh. Nach dem Backen werden die Struwen in Zucker gewendet und mit einem leckeren Milchkaffee genossen.