Archiv der Kategorie: Aus dem Alltag

Die drei Ahhhs des Monats November

Judith

  1. Die „Feuerkugel“ am Himmel – ich gehöre zu denen, die sie am 28.11. gesehen haben. Wunderschön.
  2. NaNoWriMo 2020 und ich war dabei. Es war sehr aufschlussreich; ich weiß jetzt viel mehr über meine Arbeitsweise als vorher und im nächsten Jahr bin ich definitiv wieder dabei.
  3. Mein erstes Mal bei Boesner im Künstlerfachmarkt. Hier könnte ich mich wirklich arm shoppen. Mitgekommen sind diesmal Leinwand, Farben, Pinsel und ein bisschen Kleinkram. Da ist eine große weiße Wand über meinem Sofa, die

Kirsten

  1. Opi besuchen – coronaconform sind wir ums Haus herum in den Garten gegangen und haben ihm durchs Fenster gewunken. Er war total begeistert und wir, dass wir ihm so eine Freude machen konnten, auch.
  2. Geburtstag meiner Schwester. Mini-Party mit meinem Schwager und meinem Mann, 2 Kleinkindern und einem Baumkuchen.
  3. Keller ausmisten und aufräumen. Wir haben ein paar Sachen zum Elektroschrott/Sperrmüll angemeldet. Jetzt können wir den Keller wieder betreten.

Sonja

  1. Mein Geburtstag, ein Tag Geburtstagsprinzessin! Trotz Corona hatte ich einen ganz wunderbaren Tag: Frühstück mit der Schiegermama, Kaffee und Kuchen mit der liebsten Anna-Freundin und Abendessen mit meinen Eltern und meinen Geschwistern.
  2. Da man ja gerade nicht ganz so viel machen kann, waren wir an den Wochenenden oft mit den Kindern im Wald: durchatmen, Dinge entdecken und einfach die Natur genießen.
  3. Zur Einstimmung auf Weihnachten habe ich mit meiner Schwester und einer Freundin zum ersten Mal einen Adventskranz gebunden. Für das erste Mal gar nicht so schlecht, wie ich finde.

Adventskalender

Es ist wieder so weit! Heute darf das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden! Was bedeutet der Adventskalender für euch und an was denkt ihr bei dem Begriff „Adventskalender“? Ist der Adventskalender für euch eine Erinnerung an Kindertage? Oder verbindet ihr den Adventskalender mit Stress, weil der Kalender für den Partner, die beste Freundin, die Familie,… immer noch nicht fertig ist? Ist der Adventskalender für euch total unwichtiger Firlefanz oder das Schönste an der Weihnachtszeit?

Wir haben einmal zusammen getragen, was der Adventskalender für uns bedeutet und was wir mit ihm verbinden und wir würden uns freuen, wenn auch ihr eure Gedanken zum Adventskalender in den Kommentaren hinterlasst.

Sonja

Ich liebe liebe liebe Adventskalender und ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind darauf, das nächste Türchen aufzumachen. Wie gut, dass ich Ende November Geburtstag habe. So habe ich schon des Öfteren einen selbstgebastelten Adventskalender mit kleinen oder etwas größeren Geschenkchen zum Geburtstag bekommen. Auch dieses Jahr habe ich von der liebsten Anna-Freundin einen Adventskalender zum Geburtstag bekommen. Sieht er nicht wunderschön aus?

Zu Hause hatten wir einen Adventskalender, den meine Mutter selber bestickt und mit Ringen versehen hatte, im Flur hängen. An den Ringen hingen kleine Geschenke oder kleine Zettel mit Minirätseln, die man dann gegen Geschenke bei Mama eintauschen konnte. Da ich noch zwei Geschwister habe, war jeder von uns quasi alle drei Tage an der Reihe und wir haben uns immer sehr darauf gefreut. Den Adventskalender hat meine Mama auch noch weiter geführt, als wir fast alle schon ausgezogen waren. Wir haben alle auf dieses jährliche Ritual bestanden und so musste man in regelmäßigen Abständen zu Hause vorbei fahren, um die Geschenke abzuholen. Als ich ausgezogen bin, wollte ich den Kalender am liebsten mitnehmen. Mama hat mir dann diesen Kalender geschenkt. Er ist vom Format etwas kleiner, kommt dem Original aber ansonsten sehr nahe und war lange Zeit der Kalender vom Ehemann und mir. Vorher und zusätzlich zu unserem gemeinsamen Kalender habe ich dem Ehefreund aber jahrelang einen Adventskalender gebastelt.

Seit die Kinder da sind, sind wir dazu übergegangen, Kalender zu kaufen und uns gegenseitig zu schenken. Letztes Jahr hat der Ehemann mir einen Foto-Adventskalender geschenkt. Hinter jedem Türchen waren Fotos von unseren Kindern (teilweise mit uns) versteckt – so eine schöne Idee! Er hat von mir im letzten Jahr einen Adventskalender mit scharfen Soßen bekommen, auch der kam sehr gut an.

Für das Tochterkind hat meine Schwester einen Adventskalender mit 24 kleinen Beutelchen genäht. Auch der Sohn hat mittlerweile so einen selbstgenähten Kalender, der jedes Jahr wieder neu befüllt werden kann. Vor ein paar Jahren hat meine Schwester auch mir solch einen Kalender genäht, der nun von Jahr zu Jahr zwischen meiner Schwester und mir hin und her wandert.

Das ist der Adventskalender vom Töchterchen. Die Zahlen der Päckchen mussten unbedingt auf die andere Seite, damit man sie direkt sieht, wenn man aus dem Bett steigt. Das hat sich das Rabüffelchen gut überlegt.

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Der Sohni hat diesen Adventskalender mit den kleinen Nikoläusen 🙂

Und das ist der diesjährige Adventskalender meiner Schwester 🙂

Dieses Jahr habe ich neben dem Kalender meiner Freundin und dem meiner Schwester noch einen Bastelkalender für mich und das Tochterkind gekauft. Meine Tochter ist gerade im totalen Bastelfieber und will jeden Tag basteln. Von dem Bastelkalender erhoffe ich mir daher jeden Tag eine kleine Bastelidee bzw. ein kleines Bastelprojekt. Ich bin gespannt und kann gerne berichten, wie uns der Basteladventskalender gefallen hat.

Der Ehemann und ich haben uns dieses Jahr das Elfenclubhaus von Lego als gemeinsame Adventsbeschäftigung geschenkt, anstatt von Adventskalendern. So etwas finde ich auch eine schöne Idee!

Kirsten

Für mich ist ein Adventskalender (wenn er dann fertig ist) das Schönste, um sich den Advent zu versüßen. Als Kind selbst gefüllt von meiner Omi, als Studentin ein selbstgemachter für den Freund, als Geschenk für liebe FeundInnen oder in diesem Jahr ein selbstgemachter geteilter Kalender zusammen mit meinem Mann.

Ich muss sagen, dass der Weg zum selbstgemachten Kalender nervenaufreibend ist, aber es lohnt sich. Wenn der Kalender nicht nur mit kleinen Schokokugeln, Nüssen und Keksen gefüllt ist, wird die Auswahl an Kleinigkeiten schwierig. Da kann die Zeit vor der Adventszeit in Stress ausarten, weil die Kalendertürchen noch gefüllt werden wollen.

Ich habe das Glück, dass meine Mutter die Tradition meiner Omi weiterführt und den Kalender für ihren Enkel füllt. Ich bin selbst glaube ich noch gespannter auf den Inhalt als mein Sohn 😉

Als Paar haben wir uns dieses Jahr entschlossen uns jeden zweiten Tag kleine Wünsche zu erfüllen à la „Sushi bestellen“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel schauen“. Jeder hat 6 Wünsche aufgeschrieben, diese wurden gemischt und hängen jetzt jeden zweiten Tag verdeckt am Kalender und warten darauf umgesetzt zu werden. Dazwischen gibt es Schokolade in Form von Pralinen.

Judith

Wir hatten als Kind immer aufwendig gebastelte Adventskalender, die mit Süßigkeiten und kleinen Spielsachen gefüllt waren. Auch wenn ich das immer sehr schön fand, geht es bei mir seit Jahren nicht über den Schokoladen-Kalender hinaus – Mal selbst gekauft, Mal vom Kunden geschickt. Mir gefallen selbst gemachte Kalender gut, aber da ich in der Regel erst kurz vor und manchmal sogar erst an Weihnachten in Weihnachtsstimmung komme, habe ich da selten was vorbereitet.

NaNoWriMo 2020

Heute gibt es Mal einen eher ungewöhnlichen Beitrag von mir: es ist wieder NaNoWriMo und ich bin dieses Jahr dabei. Eine Premiere für mich! Einige von euch werden jetzt wissend mit dem Kopf nicken, andere rätseln, was es mit diesem Akronym auf sich hat.

Was ist der NaNoWriMo?

NaNoWriMo steht für National Novel Writing Month. Dieses inzwischen internationale Event findet jedes Jahr im November statt. Die Grundidee ist es, innerhalb von 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Worten aufs Papier zu bringen.

50.000 Wörter : 30 Tage = 1.666,66 Wörter pro Tag

Um diese Anzahl zu erreichen, muss man jeden Tag 4-5 DIN A4-Seiten beschreiben; klingt erstmal gar nicht so viel, besonders wenn man bedenkt, wie ich während des Studiums meine Hausarbeiten angegangen bin. Tatsächlich stellt man aber sehr schnell fest, dass es eine Herausforderung ist, besonders wenn man nebenbei noch so Kleinigkeiten wie einen Vollzeitjob zu erledigen hat.

Warum macht man beim NaNoWriMo mit?

Ich persönlich mache mit, weil ich Challanges sehr schätze und „schon immer Mal mitmachen“ wollte und natürlich auch, weil ich dieses diffuse „man müsste Mal einen Roman schreiben“ endlich in die Tat umsetzen möchte.

Als Kind habe ich mir beim Malen Geschichten ausgedacht, später hatte ich eine Serie von Tagträumen (was man halt so macht, wenn man durch die Felder zur Schule radelt) und in meiner Teenager-Zeit auch einmal eine Hochphase der handschriftlichen Erzählungen. Diese pubertären Auswüchse meiner literarischen Bemühungen sind damals überwiegend handschriftlich entstanden und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Anflug von Paranoia vernichtet worden. Ich kann euch sagen: Schulhefte mit der Schere zu zerschneiden und die Schnipsel dann in einem Radius von über 12 Kilometern in verschiedenen öffentlichen Mülleimern zu entsorgen, ist ziemlich anstrengend und beruhigend zugleich. Später habe ich weniger „zum Vergnügen“ geschrieben, aber immer häufiger gedacht: das hätte man besser erzählen können – kurzum: es lässt mich nicht los.

Warum mache ich wirklich beim NaNoWriMo mit?

Damit erkläre ich zwar, warum ich überhaupt schreibe, aber noch lange nicht, warum ich ausgerechnet bei diesem Event mitmache:

  1. Gruppenmotiviation und feste Vorgaben funktionieren für mich. Mich alleine zum Laufen motivieren? Das klappt mal ein paar Wochen oder Monate, aber langfristig bleibe ich am Ball, wenn ich in der Gruppe trainiere.
  2. Ich denke zu viel. Die schiere Anzahl der erforderlichen Worte zwingt mich dazu, einfach zu schreiben. Man kann es sich beim NaNoWriMo schlicht nicht leisten, an jedem Satz zu feilen und das muss man im ersten Entwurf auch gar nicht. Jodi Picoult hat da absolut Recht.
  3. Neben dem Challenge-Aspekt ist auch der feste Termin für mich motivierend. Es gibt nur diese dreißig Tage im Jahr, an denen man dabei sein kann, d.h. ich kann dem Projekt jetzt problemlos die notwendige Priorität einräumen. Wer mehr darüber erfahren möchte, mit welchen Ausreden wir uns selbst davon abhalten kreativ tätig zu werden, dem sei unbedingt „The War of Art“ von Steven Pressfield ans Herz gelegt – dazu wird hier auch noch eine Rezension folgen.

„You cannot edit a blank page.“

Jodi Picoult

Was erwarte ich vom NaNoWriMo?

Wie bereits angedeutet, schaffe ich es oft nicht, meinen kreativen Interessen genügend Zeit zu widmen. Will ich mich systematisch mit Fotografie beschäftigen? Wieder mehr zeichnen? Wieder mehr schreiben? Über mein Habit Tracking experimentiere ich immer Mal wieder mit der ein oder anderen Sache. Im Oktober habe ich z.B. jeden Tag bewusst ein Bild mit meiner kleinen Kamera gemacht und auf Instagram hochgeladen. Fürs Schreiben hatte ich im Sommer ebenfalls einen solchen Fokusmonat; das Ziel war in diesem Fall bewusst niedrigschwellig gewählt: Jeden Tag einen Satz an einem Projekt schreiben. Das hat die vier Wochen lang hervorragend funktioniert, war aber leider nicht besonders nachhaltig. Ich erhoffe mir, dass ich nach 30 Tagen intensivem Schreibens eine Gewohnheit etablieren kann und künftig häufiger Mal an diesen Projekten arbeite.

Wer mehr über die Geschichte und die Organisation hinter dem NaNoWriMo erfahren möchte, sollte sich hier einmal einlesen.