Archiv der Kategorie: Aus dem Alltag

NaNoWriMo 2020

Heute gibt es Mal einen eher ungewöhnlichen Beitrag von mir: es ist wieder NaNoWriMo und ich bin dieses Jahr dabei. Eine Premiere für mich! Einige von euch werden jetzt wissend mit dem Kopf nicken, andere rätseln, was es mit diesem Akronym auf sich hat.

Was ist der NaNoWriMo?

NaNoWriMo steht für National Novel Writing Month. Dieses inzwischen internationale Event findet jedes Jahr im November statt. Die Grundidee ist es, innerhalb von 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Worten aufs Papier zu bringen.

50.000 Wörter : 30 Tage = 1.666,66 Wörter pro Tag

Um diese Anzahl zu erreichen, muss man jeden Tag 4-5 DIN A4-Seiten beschreiben; klingt erstmal gar nicht so viel, besonders wenn man bedenkt, wie ich während des Studiums meine Hausarbeiten angegangen bin. Tatsächlich stellt man aber sehr schnell fest, dass es eine Herausforderung ist, besonders wenn man nebenbei noch so Kleinigkeiten wie einen Vollzeitjob zu erledigen hat.

Warum macht man beim NaNoWriMo mit?

Ich persönlich mache mit, weil ich Challanges sehr schätze und „schon immer Mal mitmachen“ wollte und natürlich auch, weil ich dieses diffuse „man müsste Mal einen Roman schreiben“ endlich in die Tat umsetzen möchte.

Als Kind habe ich mir beim Malen Geschichten ausgedacht, später hatte ich eine Serie von Tagträumen (was man halt so macht, wenn man durch die Felder zur Schule radelt) und in meiner Teenager-Zeit auch einmal eine Hochphase der handschriftlichen Erzählungen. Diese pubertären Auswüchse meiner literarischen Bemühungen sind damals überwiegend handschriftlich entstanden und zu einem späteren Zeitpunkt in einem Anflug von Paranoia vernichtet worden. Ich kann euch sagen: Schulhefte mit der Schere zu zerschneiden und die Schnipsel dann in einem Radius von über 12 Kilometern in verschiedenen öffentlichen Mülleimern zu entsorgen, ist ziemlich anstrengend und beruhigend zugleich. Später habe ich weniger „zum Vergnügen“ geschrieben, aber immer häufiger gedacht: das hätte man besser erzählen können – kurzum: es lässt mich nicht los.

Warum mache ich wirklich beim NaNoWriMo mit?

Damit erkläre ich zwar, warum ich überhaupt schreibe, aber noch lange nicht, warum ich ausgerechnet bei diesem Event mitmache:

  1. Gruppenmotiviation und feste Vorgaben funktionieren für mich. Mich alleine zum Laufen motivieren? Das klappt mal ein paar Wochen oder Monate, aber langfristig bleibe ich am Ball, wenn ich in der Gruppe trainiere.
  2. Ich denke zu viel. Die schiere Anzahl der erforderlichen Worte zwingt mich dazu, einfach zu schreiben. Man kann es sich beim NaNoWriMo schlicht nicht leisten, an jedem Satz zu feilen und das muss man im ersten Entwurf auch gar nicht. Jodi Picoult hat da absolut Recht.
  3. Neben dem Challenge-Aspekt ist auch der feste Termin für mich motivierend. Es gibt nur diese dreißig Tage im Jahr, an denen man dabei sein kann, d.h. ich kann dem Projekt jetzt problemlos die notwendige Priorität einräumen. Wer mehr darüber erfahren möchte, mit welchen Ausreden wir uns selbst davon abhalten kreativ tätig zu werden, dem sei unbedingt „The War of Art“ von Steven Pressfield ans Herz gelegt – dazu wird hier auch noch eine Rezension folgen.

„You cannot edit a blank page.“

Jodi Picoult

Was erwarte ich vom NaNoWriMo?

Wie bereits angedeutet, schaffe ich es oft nicht, meinen kreativen Interessen genügend Zeit zu widmen. Will ich mich systematisch mit Fotografie beschäftigen? Wieder mehr zeichnen? Wieder mehr schreiben? Über mein Habit Tracking experimentiere ich immer Mal wieder mit der ein oder anderen Sache. Im Oktober habe ich z.B. jeden Tag bewusst ein Bild mit meiner kleinen Kamera gemacht und auf Instagram hochgeladen. Fürs Schreiben hatte ich im Sommer ebenfalls einen solchen Fokusmonat; das Ziel war in diesem Fall bewusst niedrigschwellig gewählt: Jeden Tag einen Satz an einem Projekt schreiben. Das hat die vier Wochen lang hervorragend funktioniert, war aber leider nicht besonders nachhaltig. Ich erhoffe mir, dass ich nach 30 Tagen intensivem Schreibens eine Gewohnheit etablieren kann und künftig häufiger Mal an diesen Projekten arbeite.

Wer mehr über die Geschichte und die Organisation hinter dem NaNoWriMo erfahren möchte, sollte sich hier einmal einlesen.

Die drei Ahhhs des Monats Oktober

Kirsten

  • Basteln mit meiner Cousine: eine selbstbemalte Messlatte
  • Die ersten Schuhe für den Sohn kaufen, damit macht das Laufen noch mehr Spaß.
Botanischer Garten Neuss
  • Ausflüge: Zoo, Walnüsse sammeln bei einer lieben Kollegin und ausgiebige Spaziergänge bei meinen Eltern im Sauerland

Judith

  • Mit Verstärker und Boxen ist mein kleines Stereo-Setup nun komplett. Ich genieße das sehr. Vor allem, weil ich es mit der Vorabrecherche immer übertreibe und dann froh bin, wenn dieser Part abgeschlossen ist.
  • Die Vorbereitung für den NaNoWriMo stand an. Letztlich habe ich mich für eine eher lose Planung entschieden und werde schauen, wohin es führt. Mehr dazu wird hier im Blog folgen.
  • Photochallenge. Ich tracke allerlei Habits und versuche auch immer Mal wieder neue Elemente aufzunehmen. Im Oktober gab es dazu eine Photochallenge: jeden Tag ein Foto zu einem vorgegebenen Thema – mit der Kamera und nicht mit dem Smartphone. Die Ergebnisse sind sehr durchwachsen, aber es sind ein paar Fotos dabei, die mir richtig gut gefallen.

Sonja

  • Freundinnentag mit Kaffee, Kuchen und Prosecco bei Törtchen Törtchen, kleiner Shoppingtour und abends Essen in der Bagatelle V.
  • Walnüsse sammeln und Äpfelpflücken bei Kirstens Kollegin mit Alpakas, Pferden, Schafen, Kanguruhs…
  • 10 km-Lauf geschafft!

Halloween 2020

Morgen ist es wieder so weit: Es ist Halloween! Ob man diese amerikanische Tradition feiert oder nicht, ist jedem selbst überlassen. So ganz kommt man an Halloween aber irgendwie nicht vorbei. Man sieht geschmückte Häuser mit ausgeschnitzten und beleuchteten Kürbissen vor der Tür, im Supermarkt gibt es allerlei Halloween-Süßigkeiten und bei Pinterest und Instagram sieht man diverse Dekoideen und Rezepte zum Thema Halloween.

Halloween-Partys finden aufgrund von Corona ja nicht statt, aber vielleicht sucht ihr ja noch nach einer kleinen Halloween-Idee für morgen :-). In diesem Beitrag haben wir euch vor zwei Jahren unsere Serien-, Film- und Buchempfehlungen zu Halloween zusammengestellt. Vielleicht findet ihr da ja noch eine Idee für einen gemütlichen Halloween-Abend zu Hause. Ansonsten findet ihr auf unserem Blog schon mehrere herzhafte und süße Kürbisrezepte, die ja auch gut zu Halloween passen.

Früher wurden wir öfter zu Halloween-Partys eingeladen, aber ansonsten haben wir Halloween nicht so zelebriert, wie andere das machen. Wir haben nicht das Haus geschmückt und uns auch keine Kostüme zugelegt. Unsere Kinder wollten allerdings (wie im letzten Jahr) wieder einen Kürbis schnitzen und so hat mein Mann mit den Kindern einen gruseligen Kürbis geschnitzt und diesen anschließend mit einer Lichterkette versehen, sodass er nun gruselig-leuchtend vor unserer Haustüre steht. Habt ihr auch schon einmal Kürbisse geschnitzt? Bei uns im Wohngebiet gibt es beim abendlichen Spaziergang sehr viele Kürbisse zu bestaunen, einer schauriger als der andere.

Schaurig-schön ist auch das Kinderbuch „Zehn Gruselmonster“, das schon vor einiger Zeit bei uns eingezogen ist.

Auch wenn wir das Buch quasi das ganze Jahr über zwischendurch einmal lesen, passt es natürlich hervorragend zu Halloween. Auf jeder Seite geht einer der gruseligen Gesellen verloren, bis am Ende nur noch einer übrig ist bzw. keiner. Die Zeichnungen sind schaurig-schön und der Text kurz wie in einem Bilderbuch.

Beim wöchentlichen Einkauf haben wir zudem (um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein) ein paar schaurige, süß-saure Süßigkeiten mitgenommen. Wenn morgen keiner bei uns klingelt und „Süßes, sonst gibt’s Saures ruft“, essen wir die gruseligen Leckereien eben selber und machen es uns zu Hause gemütlich.

In diesem Sinne: Happy Halloween!