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USA-Roadtrip Teil 8 – Vom Grand Canyon nach Palm Springs

Werbung ohne Auftrag – wir schreiben einfach über das, was wir erlebt haben. 

Vom Grand Canyon ging es zurück an die Westküste. Damit lag die mit Abstand längste Etappe vor uns: von Tusayan nach Palm Springs. Hier spürt man den „Roadtrip“ am deutlichsten. Ich habe es bereits in einem früheren Artikel angedeutet, mir machen diese Überlandfahrten in den USA großen Spaß. Die passive Fahrweise der Amerikaner und die pure Größe und Leere des Landes sind sehr angenehm. 

Die Strecke zwischen Tusayan und Palm Springs ist etwa 650 km lang. Dementsprechend haben wir an diesem Tag kaum Zwischenstopps eingelegt und es gibt über diese Strecke gar nicht viel zu berichten.

Lunch im klassischen Diner

Auf dieser Etappe sorgte definitiv Sonja für das Highlight: Mr D’s Route 66 Diner. Das kleine Diner an der historischen Route 66 ist durch und durch Klischee, aber im besten Sinne: Burger, Milchshake, Kaffee, Waffeln, Pancakes… alles, was das Herz begehrt und ein perfekter Ort, um auf dieser Etappe eine Pause einzulegen. Ihr findet das Diner direkt an der historischen Route 66 und wer will diese Straße nicht fahren, wenn er schon einmal in der Gegend ist? 

Wie schon erwähnt, haben wir nicht viele Pausen gemacht, damit wir möglichst zügig in Palm Springs ankamen. Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit habt, solltet ihr bei der Gelegenheit den Joshua Tree National Park besuchen. Kurz vor Palm Springs gibt es noch ein kleines Kuriosum zu besichtigen: zwei gigantisch große Dinosaurierfiguren, die zwar leider als „Kreationistenmuseum“ fungieren, aber trotzdem schön anzuschauen sind.

Palm Springs

Palm Springs hat eins mit Las Vegas gemeinsam: es ist eine seltsame Parallelwelt. Plötzlich findet man sich in einer Art übergroßem Schrebergarten wieder: nachdem man stundenlang durch öde Wüstenlandschaft gefahren ist, findet man hier grüne gepflegte Rasen, Outdoor-Yoga und kleine saubere Häuschen. Geschlafen haben wir im „Best Western Inn at Palm Springs“ – sicher nicht die schönste Unterkunft auf unserem Trip, aber wir hätten gerne noch eine Nacht verlängert. Warum? Weil wir zwei intensive Fahrttage hinter uns hatten und der Hottub hinter dem Hotel wirklich gemütlich war. In Palm Springs gibt es auch einige Dinge, die man sich anschauen könnte, das Städtchen bietet sich aber ebenso für einen Pool-Gammel-Tag an. 

USA-Roadtrip Teil 4 – Oakhurst / Yosemite

An Tag 5 stand nun also der Yosemite Nationalpark auf dem Programm. Da wir durch die Reifenpanne einen ganzen Tag verloren hatten, musste das Kurzprogramm herhalten. Der Empfehlung des Autohändlers folgend hieß das: Tunnel View + Yosemite Valley, und noch ein bisschen im Park herumlaufen (Wandern kann man in dem Fall wirklich nicht sagen).

Oakhurst liegt außerhalb des Nationalparks; weit genug außerhalb, um bezahlbar zu sein, aber auch nah genug dran, um morgens in Ruhe zu frühstücken, bevor man sich zum Park aufmacht. Der Eintritt für den Park lag bei 35$. Je nachdem, wie viele und welche Parks ihr auf eurer Route einplant, empfiehlt sich ein Jahrespass für ca. 80$. Alle Eintrittspässe gelten für das gesamte Fahrzeug und nicht für die damit transportierten Personen.

Tunnel View

Erster Stop im Park: Tunnel View.
Hier fährt man wortwörtlich zunächst durch einen Tunnel, um zu einem Parkplatz mit dem wohl berühmtesten Yosemite-Foto-Motiv zu kommen. Der Ausblick ist grandios, auch wenn man an diesem Punkt wirklich dicht gedrängt mit anderen Touristen steht. Wie ihr seht, habe ich es dennoch geschafft Fotos zu machen, auf denen es nach Idylle und Einsamkeit aussieht.

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Städtetrip – Prag

Blick auf die Karlsbrücke von der Mánesuv most
Blick auf die Karlsbrücke von der Mánesuv most

Unterwegs in Prag:

  • Am besten zu Fuß, auch wenn man manche Straße mehrfach durchwandert, haben sie immer wieder neue Fassadenschönheiten oder auch ein verstecktes Café zu bieten.
  • Mit Metro/Tram/Bus: Tagesticket 110kc, Einzelfahrt 32kc, Achtung am Automaten kann nur mit Münzen gezahlt werden (vom Flughafen aus auch Kreditkarte möglich).

Übernachten:

  • Unser Tipp: U Medvidku (Zu den kleinen Bären) – Brewery Hotel mit angeschlossenem Restaurant und Brauerei, einfache saubere Zimmer und echt leckeres Frühstück mit Palacinka.

Essen:

  • Böhmisch: Knödel, Kraut und Fleisch (Schweinelende, Schweineknie, gespickter Rinderbraten) z.B. im Tri stoleti am Fuße des Burgbergs
  • Vegetarisch: als leicht bekömmliche Abwechslung z.B. im Country Life
  • Trdlnik: süßer Teig, der auf einer Rolle überm Feuer gegart und warm mit Zucker und Mandeln verzehrt wird z.B. in der Malostranske ca. 60kc
  • Kulajda: Suppe mit Kartoffel, Pilzen und Setzei
  • Achtung in Prag darf im Restaurant geraucht werden. Falls ihr also Nichtraucher seid, unbedingt im Nichtraucherbereich reservieren!

Trinken:

Absinth
Absinth

  • Pivo – Na zdravi z.B. im U medvidku oder U pinkasu
  • Absinth z.B. in der Absintherie am Náměstí Franze Kafky
  • Kavá – Kaffee in den zahlreichen Kaffeehäusern z.B. Café Imperial (Jugendstil/Art deco), Café Louvre in der 1.Etage nach einem Mittagessen oder nach einer Shoppingtour ins Grand Café Orient (kubistisch)

 

Nicht verpassen:

Gut gestärkt durch die böhmische Küche und gewärmt vom Kaffee lässt sich der ein oder andere Sightseeing-Tag planen.

  • Karlsbrücke: am besten früh morgens oder am Abend

    Karlsbrücke am Abend
    Karlsbrücke am Abend
  • Prager Burg: die Burg lässt sich auch ohne Eintrittskarte betreten, für die Kirchen und Museen benötigt man ein Ticket (große oder kleine Variante). Am Wochende ist es sehr voll und es bildet sich eine Schlange an den beiden Sicherheitskontrollen ober- und unterhalb der Burg. Am besten kommt ihr nachmittags. Ein Ticket gilt nämlich für 2 Tage. Der Veitsdom mit seinen bunten Fenster ist sehenswert. Die goldene Gasse hat mich nicht so begeistert, was allerdings auch an meinen eisigen Füßen gelegen haben könnte.

 

Blick von der Prager Burg
Blick von der Prager Hradcany

  • Laurenziberg : Südlich des Burgbergs erstreckt sich ein großer Park, der sich bis auf seine Spitze durchwandern lässt. Oben angekommen kann man sich in einem kleinen Spiegellabyrinth (Zrcadlové bludiště) aus dem 19. Jahrhundert verirren oder noch weiter aufsteigen und auf dem Petřín rozhledna die Aussicht über Prag genießen.

Seminárská zahrada
Durch den Seminárská zahrada zum Aussichtsturm auf dem Laurenziberg

  • Josefov: Das jüdische Viertel, in dem die älteste noch genutzte Synagoge Europas zu finden ist, die Alt-neu Synagoge. In dieser sollen sich einer Sage nach die Überreste von Rabbi Löws erschaffenem Golem befinden.

 

  • Astromomische Uhr: Die astronomische Uhr,

    Blick auf den Staromestské námesti mit der astronomischen Uhr
    Blick auf den Staromestské námesti

    in der zu jeder vollen Stunde die Apostel eine Runde drehen und die staunenden Touristen anschauen, ist schön anzusehen. Klar ist hier der Touristenandrang groß, doch macht euch keinen Stress und lasst euch treiben. Vielleicht findet ihr ja auch im gegenüberliegenden Café Praha einen Platz und könnt das Schauspiel bei Apfelstrudel und Kaffee genießen.

 

 

  • Olšanské hřbitovy – der größte Friedhof Prags. Hier wurden einst die Pestopfer begraben. Wer es düster und verwunschen mag, kommt hier auf seine Kosten.

    Olšanské hřbitovy - Prags größter Friedhof
    Olšanské hřbitovy