Archiv der Kategorie: Aus dem Alltag

Die drei Ahhhs des Monats November

Kirsten

  • Ramen essen bei Takumi in Düsseldorf. Um 11:30 noch die letzten 2 Plätze ergattert und geschlemmt. Über die erste selbstgekochte Ramen berichte ich euch hoffentlich im Dezember.
  • Yoga: Mein erster Kopfstand mit Hilfe. Man muss seinem Körper vertrauen, dann klappt es auch.
  • Heimaturlaub im Sauerland. Samstags auf den Markt, nachmittags zum Kuchen bei Oma und abends mit Wein auf der Couch.

Judith

  • Mit „Meine Japanische Küche“ von Stevan Paul ist eine der Buchmesseentdeckungen bei mir eingezogen. Ich habe schon ein paar Dinge nachgekocht und bin sehr sehr zufrieden.
  • Es war wie immer mehr Arbeit als gedacht und wir sind erst ein wenig belächelt worden, weil wir uns schwarze Tapete ausgesucht haben, aber das neue Schlafzimmer sieht toll aus. Wenn die neuen Möbel da sind, gibt es Mal ein Bild.
  • Mein November war vor allem eins: anstrengend – deshalb gibt es  hier heute kein drittes Ahhh.

Sonja

  • Nach dem Zuckertest war ich mit einer lieben Freundin lecker bei Madame Tartine frühstücken und anschließend haben wir uns bei MAC schminken lassen – viel zu selten macht man so einen schönen Mädelstag!

  •  Mein Geburtstag 🙂 Auch wenn es mir dieses Jahr etwas schwer fiel, älter zu werden: ich hatte eine schöne Geburtstagswoche mit tollen Geschenken, leckerstem Kuchen vom Ehemann und lieben Menschen um mich herum.

  • Die 2. Martinsfeier des Tochterkindes: Das Basteln der Laterne hat mich zwar ein paar Nerven gekostet, aber die leuchtenden Kinderaugen machen alles wieder wett.

Ian Rankin – Krimi im Doppelpack

Verborgene Zeichen Versteckte Muster von Ian Rankin
Spannung im Doppelpack

Was jetzt liest sie auch einen Krimi?

Oja, ich glaube ich habe ein neues Genre für mich entdeckt. Wieso „Oje“ fragt ihr euch?
Jetzt habe ich noch mehr Auswahl beim Buchkauf 😉

Ich habe euch bereits zwei Krimireihen vorgestellt: Romane mit Comissario Montalbano vom sizilianischen Autor Andrea Camilleri und Dr. Siri, der Arzt im Ruhestand den Collin Coterill ermitteln lässt. Wenn man es genau nimmt sogar eine dritte, die Fantasykrimireihe um Peter Grant von Ben Aaronovitch. Letztere fällt aber durch die phantastischen Elemente in mein typisches Leseschema.

Wieso also jetzt noch eine neue Reihe?
Anlässlich unseres Kurztrips nach Edinburgh hat meine Cousine ein dazu passendes Buch vorgeschlagen. „Wenn du nach Edinburgh fliegst, muss du auch einen Ian Rankin lesen!“.
Gesagt getan, und direkt in der Buchhandlung einen Doppelband der ersten 2 Fälle mit Ermittler John Rebus vorbestellt.
Ich muss zu geben, dass ich nicht gedacht hätte, beide in so kurzer Zeit durchzuschmökern. Im Gegensatz zu einem Fantasybuch, bei dem es oft mehrere Bände gibt, war es erfrischend eine Geschichte zu lesen, die innerhalb von 300 Seiten abgeschlossen ist und schnell einen Spanungsbogen aufbaut.

Der Ermittler

John Rebus ist Detective Sergenant bei der Polizei in Edinburgh. Er ist geschieden und Vater einer Tochter, die bei seiner Exfrau Rhona wohnt. Rebus lebt in einer Wohnung in der Innenstadt umgeben von Büchern auf Fußboden, Kaminsimms oder in Regalen.
Als Einzelgänger ist ihm die Interaktion mit anderen Menschen manchmal zuwider:

… mit anderen Worten es ging ihm auf die Nerven, die Rolle eines normalen menschlichen Wesens spielen zu müssen.

Über seine Vergangenheit und die Umstände wie er zur Polizei gekommen ist spricht er nicht. Selbst seiner Exfrau hat er dies nicht erzählt. Im Verlaufe des ersten Falls, den er als Constable der sich die Schuhsohlen abläuft betreut, kommt mehr und mehr ans Licht was dahinter steckt.

Verborgene Muster

Im ersten Fall ermittelt Rebus in einer Mordserie  zweier getöteter Mädchen. Ein drittes Mädchen wird noch vermisst und die Zeit drängt bevor der Täter das nächste Opfer fordert.
Zwischen den Mädchen scheint keinerlei Verbindung zu bestehen und die Ermittler tappen im Dunkeln

Rebus erhält unadressierte Briefe und scheint von einem Verrückten verfolgt zu werden. Verknotete Bindfäden von denen er aber nicht weiß, was er damit anfangen soll.
Die verborgenen Muster fügen sich aber nach und nach in ein Gesamtbild ein und verhelfen zu einem entscheidenden Lösungsansatz.

Das zweite Zeichen

Im zweiten Fall, Rebus ist mittlerweile zum Inspector aufgestiegen, wird ein junger Mann in einem besetzten Haus gefunden. Er ist scheinbar an einer Überdosis gestorben und die Ermittlungen drehen sich anfangs um die Edinburgher Drogenszene. Zunächst scheint es so, als ob der Fall schnell zu den Akten gelegt werden kann. Allerdings wird bei der Untersuchung des Tatorts Gift in der tödlichen Spritze gefunden und es ist von Mord auszugehen.

Die Ermittlungen führen den Rebus in Kreise von denen er nie geahnt hätte.

Fazit zur Reihe

Vor dem Hintergrund, dass wir durch Edinburgh und so manche im Buch beschrieben Gasse geschlendert sind, wird die Reihe für mich noch lebendiger.

Im Gegensatz zu Fantasy, bei der ich es eher hinderlich finde wenn die Orte einem durch einen vorher gesehenen Film schon vordiktiert werden, finde ich es bei dieser Art des Buchs gerade gut, wenn man bereits da war und genau weiß wie es dort aussieht. Das lässt einen sogar noch mehr erschaudern.

Das Buch ist für mich nicht brutal, sondern legt den Fokus auf die Ermittlungsarbeit und die menschlichen Abgründe. Ich kann also trotz Spannung noch gut schlafen ;).

Rebus als Ermittler ist mir sympathisch und sein Faibel für Bücher macht ihn für einen Inspector besonders.

Was ihr sonst noch wissen müsst

Goldmann Verlag
Originalausgabe 1987 bzw. 1990
223 bzw. 317 Seiten

Städtetrip – Prag

Blick auf die Karlsbrücke von der Mánesuv most
Blick auf die Karlsbrücke von der Mánesuv most

Unterwegs in Prag:

  • Am besten zu Fuß, auch wenn man manche Straße mehrfach durchwandert, haben sie immer wieder neue Fassadenschönheiten oder auch ein verstecktes Café zu bieten.
  • Mit Metro/Tram/Bus: Tagesticket 110kc, Einzelfahrt 32kc, Achtung am Automaten kann nur mit Münzen gezahlt werden (vom Flughafen aus auch Kreditkarte möglich).

Übernachten:

  • Unser Tipp: U Medvidku (Zu den kleinen Bären) – Brewery Hotel mit angeschlossenem Restaurant und Brauerei, einfache saubere Zimmer und echt leckeres Frühstück mit Palacinka.

Essen:

  • Böhmisch: Knödel, Kraut und Fleisch (Schweinelende, Schweineknie, gespickter Rinderbraten) z.B. im Tri stoleti am Fuße des Burgbergs
  • Vegetarisch: als leicht bekömmliche Abwechslung z.B. im Country Life
  • Trdlnik: süßer Teig, der auf einer Rolle überm Feuer gegart und warm mit Zucker und Mandeln verzehrt wird z.B. in der Malostranske ca. 60kc
  • Kulajda: Suppe mit Kartoffel, Pilzen und Setzei
  • Achtung in Prag darf im Restaurant geraucht werden. Falls ihr also Nichtraucher seid, unbedingt im Nichtraucherbereich reservieren!

Trinken:

Absinth
Absinth
  • Pivo – Na zdravi z.B. im U medvidku oder U pinkasu
  • Absinth z.B. in der Absintherie am Náměstí Franze Kafky
  • Kavá – Kaffee in den zahlreichen Kaffeehäusern z.B. Café Imperial (Jugendstil/Art deco), Café Louvre in der 1.Etage nach einem Mittagessen oder nach einer Shoppingtour ins Grand Café Orient (kubistisch)

 

Nicht verpassen:

Gut gestärkt durch die böhmische Küche und gewärmt vom Kaffee lässt sich der ein oder andere Sightseeing-Tag planen.

  • Karlsbrücke: am besten früh morgens oder am Abend

    Karlsbrücke am Abend
    Karlsbrücke am Abend
  • Prager Burg: die Burg lässt sich auch ohne Eintrittskarte betreten, für die Kirchen und Museen benötigt man ein Ticket (große oder kleine Variante). Am Wochende ist es sehr voll und es bildet sich eine Schlange an den beiden Sicherheitskontrollen ober- und unterhalb der Burg. Am besten kommt ihr nachmittags. Ein Ticket gilt nämlich für 2 Tage. Der Veitsdom mit seinen bunten Fenster ist sehenswert. Die goldene Gasse hat mich nicht so begeistert, was allerdings auch an meinen eisigen Füßen gelegen haben könnte.

 

Blick von der Prager Burg
Blick von der Prager Hradcany
  • Laurenziberg : Südlich des Burgbergs erstreckt sich ein großer Park, der sich bis auf seine Spitze durchwandern lässt. Oben angekommen kann man sich in einem kleinen Spiegellabyrinth (Zrcadlové bludiště) aus dem 19. Jahrhundert verirren oder noch weiter aufsteigen und auf dem Petřín rozhledna die Aussicht über Prag genießen.
Seminárská zahrada
Durch den Seminárská zahrada zum Aussichtsturm auf dem Laurenziberg
  • Josefov: Das jüdische Viertel, in dem die älteste noch genutzte Synagoge Europas zu finden ist, die Alt-neu Synagoge. In dieser sollen sich einer Sage nach die Überreste von Rabbi Löws erschaffenem Golem befinden.

 

  • Astromomische Uhr: Die astronomische Uhr,
    Blick auf den Staromestské námesti mit der astronomischen Uhr
    Blick auf den Staromestské námesti

    in der zu jeder vollen Stunde die Apostel eine Runde drehen und die staunenden Touristen anschauen, ist schön anzusehen. Klar ist hier der Touristenandrang groß, doch macht euch keinen Stress und lasst euch treiben. Vielleicht findet ihr ja auch im gegenüberliegenden Café Praha einen Platz und könnt das Schauspiel bei Apfelstrudel und Kaffee genießen.

 

 

  • Olšanské hřbitovy – der größte Friedhof Prags. Hier wurden einst die Pestopfer begraben. Wer es düster und verwunschen mag, kommt hier auf seine Kosten.

    Olšanské hřbitovy - Prags größter Friedhof
    Olšanské hřbitovy