Schnelle Hackfleischsauce

Ich pendele mit meiner Kocherei immer von „super einfach“ zu „super aufwendig“. Gerade unter der Woche, sind mir aber natürlich die einfachen und vor allem schnellen Gerichte am liebsten. Hackfleischsauce mit Nudeln geht immer – hier in einer Variante mit Gemüse.

Zutaten (4-5 Portionen)

  • Aubergine
  • Zucchini
  • 500g passierte Tomaten
  • 400-500g Hackfleisch (Nach Vorliebe)
  • Knoblauch
  • Geräuchertes Paprikapulver
  • Frisches Basilikum
  • Getrocknetes Oregano
  • Feta

Zubereitung

Zunächst brät man das Hackfleisch krümelig an. In der Zeit den Knoblauch hacken, die Zucchini und Aubergine klein schneiden (ich viertel sie und schneide dies dann in Scheiben). Wenn das Hackfleisch durch ist, Gemüse und Knoblauch hinzu geben und kurz mitbraten. Anschließend die passierten Tomaten, Paprikapulver uns Oregano hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen.

Dazu esse ich wahlweise Nudeln oder Reis und verteile Feta und Basilikum auf dem fertigen Teller.

Was sind eure liebsten Feierabendrezepte?

Fürimmerhaus – Kai Meyer

Fürimmerhaus – das aktuellste Buch eines meiner Lieblingsautoren. Ich habe euch hier bereits einige Bücher von ihm vorgestellt:

Mit dem Fürimmerhaus hat Kai Meyer eine Geschichte geschrieben, die für sich steht. Sie hat für mich das Potential eine ganz neue Welt auf zustoßen über die man auf vielen Seiten lesen kann. Wer weiß, vielleicht greift er es demnächst noch auf?

Cover Fürimmerhaus von Kai Meyer erschienen im Sauerländer Verlag

Worum geht es?

Im Fürimmerhaus kommen Menschen an, die ihre Welt gerettet haben. Sie werden nach erfolgreicher Mission nicht mehr gebraucht und finden sich ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit in den endlosen Korridoren und Sälen des Hauses wieder.

Als Carter als Neuankömmling im Fürimmerhaus strandet ist es anders als bei den vorherigen Helden und Heldinnen. Er erinnert sich zwar auch nicht, doch ist er der Meinung, dass er keine Welt gerettet hat. Zusammen mit seinen neu gefunden Gefährten durchstreift er das Fürimmerhaus. Auf der Suche nach einem Ausgang entgehen sie Gefahren und werden von Kreaturen verfolgt, deren Absichten unklar sind.

Wie es mir gefallen hat

Bei 379 Seiten Lesevergnügen waren mir die ersten 100 Seiten zu zäh. Mir war unklar wohin es führt und ähnlich wie die Helden und Heldinnen fühlte ich mich verloren.

Als die Truppe auf Galileus trifft bekommt die Geschichte für mich ein gutes Tempo.

Wendungen bei Figuren und Ereignissen sind überraschend und gut. Die Reise durch das ständig wachsende Fürimmerhaus ist spannend und auf den letzten 100 Seiten kann ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Die Längen der anfänglichen Streifzüge durch das Haus stehen in Kontrast zur Komprimiertheit von sich entwickelnden Beziehungen. Die Erzählung kann man als anfänglich etwas ausufernderes Märchen bezeichnen. Ich finde es erfrischend, dass viele Erzählstränge, ob Vergangenheit oder Zukunft, offen bleiben. So bleibt mir Raum für meine eigene Fantasie.

Mein Tipp: Dran bleiben es lohnt sich trotz der anfänglichen Längen.

Was ihr sonst noch wissen müsst

ISBN: 3737358281
Verlag: Sauerländer
Erschienen: September 2021
379 Seiten
Leseprobe

Laufen

Wir laufen wieder alle. Aber könnten wir das auch gemeinsam? Wahrscheinlich nicht, da wir alle andere Herangehensweisen bzw. einen unterschiedlichen Ehrgeiz haben.

Während Sonja euch in den DreiAhhhs des Monats regelmäßig von ihren Fortschritten berichtet hat (#12km), fängt Judith wieder an und ich bin nach meiner Schwangerschaft bei einem wöchentlich Lauf von 5 bis 6 km geblieben.

In diesem Beitrag wollen wir euch einen Einblick über unsere Motivation, zu laufen geben und euch dazu anspornen, es auch zu versuchen. Einfach loslaufen – es tut so gut!

Kirsten

Wieso? Weshalb? Warum?

Ich habe bis vor drei Jahren gesagt, dass ich nie und nimmer mit dem Laufen anfangen werde.

Ich muss dazu sagen, dass ich aus dem Schwimmsport (Mannschaftsschwimmen in der DLRG) komme, den ich mit dem Beginn meines Studiums an den Nagel gehängt habe. Schwimmen alleine im Schwimmbad mit anderen Einzelschwimmern auf einer Bahn ist nervig und erinnert mehr an einen Hindernislauf.

Ich bin Mitglied in einem Sportverein und habe vor drei Jahren gemerkt, dass ich eine Sportart brauche, bei der ich flexibel jederzeit starten und selbst bestimmen kann, ohne mich an Stundenpläne halten zu müssen. Da lag Laufen nahe.

Mein Mann läuft schon seit Jahren und hat mich anfangs begleitet.

Beim Kauf meiner Laufschuhe hat mir der Verkäufer klargemacht, dass ein Trainingserfolg erst zu erwarten ist, wenn man mindestens zweimal wöchentlich läuft. Ich wollte mir in dem Moment nicht die Blöße geben zu sagen, dass ich das um 100 % zu viel finde. Der Preis der Schuhe und der Verkäufer haben mich angespornt, es durchzuziehen. (Gute Laufschuhe kosten nunmal etwas, sind aber eine gute Investition. Ein guter Schuh macht alles um vieles einfacher.)

Anfangs war ich frustriert. Was bei meinem Mann so leicht aussah, endete bei mir nach ein bis zwei Kilometern mit hochrotem Kopf und ein paar Gehminuten, bis ans Weiterlaufen überhaupt erst zu denken war. Und trotzdem: Ich bin drangeblieben.

Laufen und Schwangerschaft

Vor der Schwangerschaft hatte ich meine Strecke auf 1x 5 km und 1x 7,5 km pro Woche gebracht. Mit Baby im Bauch ging es aber schnell nicht mehr. Laut Empfehlungen darf man in der Schwangerschaft laufen, wenn es sich gut anfühlt. Das tat es für mich nicht, sodass ich erst ein Jahr nach der Entbindung wieder einsteigen konnte. Eine gewisse Pause sollte man seinem Beckenboden gönnen.

Neustart

Ich hatte Bedenken, nach der langen Pause wieder bei Null anzufangen und war positiv überrascht, dass mir die 5 km keine Schwierigkeiten machten.

Ziele

Dranbleiben. Mir ist momentan am wichtigsten, 1-mal die Woche zu laufen. Zusätzlich mache ich 1 bis 1,5 Stunden Yoga im Sportverein oder Zuhause. Das bietet mir den Ausgleich und die nötige Dehnung, die ich beim Laufen nicht habe.

Mein Tipp

Macht euch einen Termin im Fachgeschäft und lasst euch zu eurem perfekten Laufschuh beraten. Danach müsst ihr einfach loslaufen. Jede noch so kurze Strecke ist Training und bringt euch weiter, immer längere Strecken am Stück zu bewältigen. Irgendwann lauft ihr über den Punkt hinweg und freut euch, dass der Knoten geplatzt ist.

Wer nicht läuft…

…macht anderen Sport.

Judith

Wieso? Weshalb? Warum?

In der Schule habe ich das Laufen gehasst, sofern ich nicht sprinten durfte und auch beim Volleyballtraining waren die „13 Minuten Einlaufen“ definitiv nicht meine Lieblingsaufwärmübung.

Nach der Schule gab es bei mir eine ziemlich lange Sportpause, bis ich mich im September 2014 im gleichen Fitnesstudio wie Sonja anmeldete. Entgegen aller Klischees, sind wir 2-3 Mal die Woche dort gewesen. Mit dem Laufen habe ich mich dann aber erst im Mai 2016 befasst – aus dem gleichen Grund wie Kirsten: Laufen ist unglaublich flexibel und benötigt wenig Ausstattung. Im Herbst kamen dann ebenfalls ordentliche Laufschuhe dazu und seitdem habe ich eine On-/Off-Beziehung mit dem Laufen.

Im Februar 2021 habe ich das letzte Mal damit angefangen. Ich verfolge nun einen festen Laufplan, den ich bei Laufvernarrt gefunden habe.

Warum ich es immer wieder versuche, obwohl es keine richtige Leidenschaft zu sein scheint? Weil es mir immer unglaublich gut geht, wenn ich es mache und auch länger durchziehe. Loslaufen, den Kopf leeren und sich großartig fühlen.

Ziele

Mein Ziel ist es, die 10 km endlich zu knacken und zwar so, dass ich danach nicht den restlichen Tag schlafen und essen möchte. Darüber hinaus ist natürlich die Schließung der Fitnessstudios nicht spurlos an mir vorüber gegangen und das muss dringend wieder rückgängig gemacht werden. 🙂

Wer nicht läuft…

Hat vermutlich was besseres zu tun.

Sonja

Wieso? Weshalb? Warum?

Ich fand laufen irgendwie immer blöd und konnte mich nie richtig dafür begeistern. Meine erste Annäherung an das Laufen war in der Oberstufe. Ich wollte einfach schauen, ob das Laufen etwas für mich ist und ich bin sogar früher aufgestanden, um morgens vor der Schule zu laufen. Ich habe es eine Zeit lang durchgezogen, musste aber feststellen, dass das Laufen irgendwie nichts für mich ist. Der nächste Versuch war während meines Studiums. Der Ehemann ist regelmäßig gelaufen und so bin ich auch das ein oder andere Mal laufen gegangen, wenn z.B. das Fitnessstudio zu hatte. Mehr als 3 km (mit Gehäusen) habe ich aber nie geschafft.

Neustart

2020 mit Corona und den damit verbundenen Einschränkungen habe ich es dann noch einmal ausprobiert. Ich bin erst einfach so gelaufen und war nach sehr langsamen 2 Kilometern schon total zerstört. Wie Kirsten habe ich mir dann aber gute Laufschuhe gekauft und versucht, regelmäßiger zu laufen. So bin ich dann im April 3 Kilometer in einer ganz vernünftigen Zeit gelaufen. Im Mai habe ich mir dann mit der Nike Running App einen kostenlosen Laufplan erstellt. (Ich glaube, das geht nicht mehr.) Als Ziel habe ich 10 km angegeben, aber selber nicht daran geglaubt, das zu schaffen. Mein Plan sah 2-3 Mal laufen pro Woche vor, wobei sich die Kilometeranzahl regelmäßig steigerte. Zudem gab es Speedruns, lockere Läufe und immer einen Longrun pro Woche. Und dann ging es los! Im Juni bin ich dann das erste Mal 5 Kilometer gelaufen und war total erstaunt, wie schnell man beim Laufen besser wird. Im Juli bin ich dann schon 7 und im August 8 Kilometer gelaufen. Dank Laufplan und Ehemann, der auch oft fragte „Musst du heute noch laufen?“ bin ich dran geblieben und habe dem inneren Schweinehund den Kampf angesagt. Natürlich gab es auch krankheits- und verletzungsbedingte Rückschläge, aber gegen Ende des Jahres bin ich dann meine ersten 10 Kilometer gelaufen und war total stolz! Dann habe ich versucht meine Zeit zu verbessern und 15 Kilometer zu laufen. Anfang Januar bin ich dann 11 Kilometer gelaufen und war danach den ganzen Tag rodeln in der Eifel. Mir ging es super! Kurze Zeit später bin ich dann 12 Kilometer gelaufen und war total zerstört. Ich weiß nicht, ob es das gibt, aber ich hatte irgendwie ein Laufburnout. An 15 Kilometer war nicht mehr zu denken und seither laufe ich wenn, dann 4-6 Kilometer. Mache gerade aber auch lieber Workouts zu Hause als zu laufen.

Ziele

Gerade habe ich keine Laufziele, aber irgendwann gehe ich doch noch einmal die 15 Kilometer an (auch wenn das echt lange dauert die zu laufen). Bis dahin mache ich einfach weiter Workouts oder kleine Läufe zwischendurch.

Tipps

Gute Laufschuhe und warme Kleidung sind auf jeden Fall das A und O. Ich kann auch nur mit guter Musik gut laufen (und habe die Zeit, in der ich hören kann, was ich möchte auch stets sehr genossen), aber da ist ja jeder unterschiedlich. Ich kann nicht gut mit anderen laufen, aber vielleicht findet ihr ja einen Laufbuddy mit dem ihr zusammen laufen wollt und könnt. Ansonsten kann ich euch nur empfehlen, euch einen Laufplan zu erstellen. Der hat mir wirklich sehr geholfen.

Wer nicht läuft…

hat etwas Besseres zu tun oder macht anderen Sport.